Dgb Beatus Rlienanus literarische Thätigkeit.
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Scheidung des Textes von den Castigationen treffen wir auch
hier an, ebenso die ehrliche Anerkennung seiner Vorgänger,
z. B. des Berardinus Lanterius von Mailand und des Franciscus
Puteolanus. 1 -— Besonders eingehend sind die Castigationes
zur ,Germania‘; in dem Bericht an den Leser (S. 421)
erwähnt Rhenanus, dass er dieses Buch schon 1519 mit einem
Drucke verglichen, der ihm durch die Güte des Arztes Hieronymus
Artolphus 2 zugänglich geworden, und bemerkt, dass er
in den Noten wohl ausführlicher geworden wäre, wenn er
nicht gehört hätte, dass der junge Gelehrte Andreas Althamer
dieses Werk kürzlich mit eigenen Noten versehen habe. Diese
Vergleichung um 1519 geschah wohl damals, als Froben jene
elegante Tacitusausgabe erscheinen Hess, die eigentlich nichts
Anderes, als ein Abdruck der Beroaldina war, deren Vorrede
und Noten nebst den Observationes des Alciat auch beigegeben
sind. — Was die Castigationes selbst anbelangt, so finden sich
in ihnen zahlreiche Hinweise auf die Ausführungen in den
Rerum Germanicarum Libri III., 3 ebenso die doi’t besprochenen
etymologischen Künsteleien 1 und Citate aus den in seinem
1 Hierauf folgen von S. 130—134 die Castigationes zum XI. Buche, der
Text des XI. Buches his 146, sodann die Castigationes des XII. Buches
his S. 150, das XII. Buch bis 169, die Castigationes zum XIII. Buche
bis 174, das XIII. Buch bis 193, Castigationes zum XIV, Buche bis 197,
das XIV. Buch bis 217, Castigationes zum XV. Buche bis 223, das XV.
bis 246, Castigationes zum XVI. bis 248, das XVI. Buch. Dann lässt
Rlienanus die Castigationes zum XVII. Buche (d. i. das T. der Historien)
bis 2G6, bis 296 das Buch selbst, von hier bis 303 die Castigationes zum
XVITI. (II. der Historien) und dieses bis 335, Castigationes zum XIX.
(Hist. III) bis 341, das XIX. bis 370, Castigationes zum XX. (Hist. IV.)
bis 376, das Buch bis 409. Von da bis 412 reichen die Castigationes
zum XXI, Buch, und dann his 421 dieses selbst.
2 Ueber die Art der Benutzung des Artolph’sehen Codex bei der Herausgabe
der Germania vgl. Oberlin’s Tacitusausgabe Prüf, zum II. B. 5. 6.
3 Vgl. z. B. 421 und den längeren Excurs p. 422 f.
4 Z. B. 422. Sed tarnen Artolplii über habebat Barditum, Veluti sit a uerbis
quae Germani uuort appellät tractmn vocabuln. Nisi debet esse Blafitum
und die Ausführung über Asciburgium = aarujiupyiov, 424, cogitandum an
Odonis sylua der Odonuualdt a Mercurio nomen liaboat, ut a Marte
Martianum nenms des Sehuuartzuualdt. 427. ab idoneis esse relatum
autoribus, indc nomen Alpium ortum, quod sua lingua montes Galli uocent
Albas. Vgl. S. 428 über Anthaim und Banthaim.