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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Des  Beatus  Rhenanns  literarische  Thätigteit.

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lande  umhergetrieben,  kann  man  sie  doch  nicht  Geten  nennen,
so  wenig  als  man  die  Franken  Gallier,  die  Westgothen  Spanier
nennen  wird,  weil  jene  in  diesen  Landen  gelebt.  Desshalb
passt  der  Name  der  Skythen  für  die  Gothen  durchaus  nicht.  —
Am  Schlüsse  seiner  Vorrede  macht  Rhenanus  die  erfreuliche
Anzeige,  dass  Heerwagen  nächstens  die  Schriftsteller  der  Langobarden ­
  herausgeben  werde.  —  Die  Edition  der  Gothenschriftsteller, ­
  wie  die  frühere  der  Panegyriker  lieferten  reichhaltigen
Stoff  und  Antrieb  für  ein  Werk,  das  den  Namen  des  Rhenanus
als  Historiker  gesichert  hat,  für  ein  Werk,  das  aus  lebendiger
Liebe  zum  Vaterlande,  wie  aus  gründlichen  Studien  hervorgegangen, ­
  ein  Werk,  mit  dem  er  eine  neue  Richtung  einschlägt.
Die  Res  Gernianicae.
Dieses  Werk,  das  er  um  1531  bei  seinem  Hauptverleger
Proben  erscheinen  liess,  trägt  in  der  ersten  (Folio-)Ausgabe
den  Titel:  BEATI  RHENANI  SELESTADIENSIS  RERVM
GERMANICARVM  LIBRI  TRES.  ADIECTA  EST  IN
CALCE  EPISTOLA  AD  D.  Philippü  Puchaimerü,  de  locis
Plinij  per  St.  Aquseiun  attactis,  ubi  mendae  quaedam  eiusdem
autoris  emaculantur,  antehac  non  ä  quoquam  animadversae.
Unter  dem  grossausgeführten  Froben’schen  Wappen  steht
BASILEAE,  IN  OFFICINA  FROBENIANA  |  ANNO  M.  D.
XXXI.  Cum  gratia  et  priuilegio  Csesareo  in  sex  annos.  Das
Schlussblatt  hat  die  Bemerkung  BASILEAE  IN  OFFICINA
FROBENIANA  PER  HIEROjNYMVM  FROBENIVM,  IOAN-NEM
  HERVAGIVM  ||  ET  NICOLAVM  EPISCOPIVM,  ANNO
MDXXXI.  MENSE  MARTIO.  Darauf  folgt  eine  typographische
Bemerkung  und  die  Angabe  einiger,  Errata.  Diese  Ausgabe
hat  194  Folioseiten.  Die  zweite  Edition  erschien  bei  Froben
in  Basel  1551,  also  nach  dem  Tode  des  Verfassers.  Das  Titelblatt ­
  zeigt  einige  Veränderungen.  Nach  Libri  Tres  folgt  die
Bemerkung:  AB  IPSO  AVTORE  |  diligenter  reuisi  et  emendati,
addito  memorabilium  |  rerum  Indice  accuratissimo.  Quibus
praemissa  est  Vita  Beati  Rhenani,  ä  Joanne  Sturmio  eleganter
conscripta.  Ganz  unten  heisst  es:  Cum  gratia  et  priuilegio
Caesareo  in  quinque  annos.  Der  Text  der  Rerum  Germanicarum
Libri  füllt  197  Folioseiten,  daran  schliesst  sich  auch  hier  bis
            
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