Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

lieber  ein  Capitel  aus  Aristoteles’  Politik.

25

beiden  durch  •?)—i)  verbundenen  Glieder,  indem  -rijv  uzepßoXv^v
nicht  auch  für  das  zweite  das  regierende  Nonien  ist.  Wer,
meine  ich,  dieses  Satzgefüge  richtig  erfasst  hat,  wird  zugeben,
dass  in  dem  zweiten  Satzgliede  nicht  auTYj;  mit  Bezug  auf
üzspßoXyj,  sondern  nur  aurwv  stehen  konnte,  weil  zwar  von  der
üzEpßoX^  in  unserem  Sinne  richtig  gesagt  ward,  dass  sie  schädlich ­
  sei,  nicht  aber  auch,  dass  sie  ohne  Nutzen,  sondern  letzteres ­
  nothwendig  von  den  Dingen  selbst  im  Zustand  der
ü-spßoX/;  ausgesagt  werden  musste.  Und  ferner  wird  Klarstellung
dieses  Satzgebildes  davon  überzeugen,  dass  der  Genitiv  aüxwv
kein  Hinderniss  ist  für  das  an  die  Spitze  des  Satzes  gestellte
fiv,  zumal  ja  die  Neigung  der  Griechen  den  Relativsatz  mit
dem  Demonstrativum  fortzuführen  genügend  bekannt  ist,  und
hier  aürüv  nicht  als  einfache  Wiederaufnahme  jenes  Relativums
zu  betrachten  ist.  Kurz  dieser  ganze  unbeschadet  des  Zwischensatzes ­
  zäv  oe  to  ypyjatp.ov  egt'.v  an  den  Hauptsatz  Ta  t/.-bi
syst  icspa?  angeknüpfte  Satz  u>v  tyjv  üzepßoXvjv  v)  ßXdzrstv  avayzaTov
•i)  p.vjQsv  otpsXoc  sTvai  aiiTwv  ~oiq  sycuav  ist  trotz  der  dargelegten
aber  erklärlichen  Incongruenz  der  Satzbildung  so  nach  allen
Söiten  Aristotelischem  Gedanken  sowohl  wie  griechischer  Ausdrucksweise ­
  entsprechend,  dass  die  Vermuthung  einer  Verderbniss
  hier  wenigstens  nicht  aufkommen  oder  bestehen  kann.
Noch  bevor  wir  dem  in  suspenso  gelassenen  Zwischensätzchen ­
  zav  oe  to  ypifctp.cv  eotiv  uns  zuwenden,  ist  der  näclisto
Satz  in  Betracht  zu  ziehen,  der  bei  Bernays  so  lautet:  tmv  oe
zspi  tfuyijv  Ezaorov  ayaOwv,  oow  zsp  Sv  üzEpßaXXr,,  toooutw  [J.äXXov  ypvj
3(pij<7ip.ov  stvat,  et  3st  y.at  toutoic  sziXsystv  p.övov  to  y.aXov  aXXä  y.at
to  xpjo'.p.ov.  Hierin  ist  yp-i;  Zusatz  von  Bernays,  der  vielleicht
selbst  sprachlich  anfechtbar  ist;  denn  wenn  er  übersetzt:  'dagegen ­
  darf  man  behaupten,  dass  jedes  geistige  Gut’  u.  s.  av.,
so  giebt  er  dem  ypv'  eine  zwar  unverfängliche,  aber  im  Text
nicht  vorhandene  Verwendung.  Andere  haben  statt  -/pr ( otp.cv
slvat  entweder  yp^mptov  sgti  geschrieben  oder  stvat  einfach  getilgt: ­
  alles  Verbesserungen,  die  aus  dem  Einen  Bemühen  hervorgehen, ­
  diesen  Satz  nicht  mehr  abhängig  sein  zu  lassen  von
dem  avayzatov  des  vorigen.  Und  doch,  wer  es  recht  überlegt,
wird  erkennen,  dass  dieser  Satz,  zumal  com  zsp  av  üzepßaXXr,,
togoötm  p.äXXov  -/pfjOtp.ov  slvat,  so  durchaus  in  Analogie  und  Gegenüberstellung ­
  zu  dem  unmittelbar  vorausgehenden  uv  rr ( v  ozsp-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.