Denkwürdigkeiten von chinesischen Werkzeugen und Geräthen.
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Einst waren ein Mann und dessen Gattin, die, im Begriffe
von einander Abschied zu nehmen, einen Spiegel zerbrachen.
Ein Jedes nahm eine Hälfte und machte sie zu einer
Beglaubigung. Die Gattin hatte mit einem Menschen Umgang.
Der Spiegel verwandelte sich in eine Aelster. Diese entflog
und kam zu dem Manne. Der Mann wusste es jetzt. Dass die
späteren Menschen, wenn sie einen Spieg'el g'iessen, eine
Aelster anbringen, die auf dessen Rücken ausruht, hat hierin
seinen Ursprung. 1
An den Bergthoren zur Seite der Paläste, Einkehrhäuser
und Seeufer gab es mehrere Steine. Dieselben waren von Gestalt
rund wie ein Spiegel, und man konnte sich in ihrem
Lichte spiegeln. Die Menschen nannten sie die Steinspiegel.
Später war ein Wanderer, der zu dem Orte kam und einen
solchen Stein so lange dem Feuer aussetzte, bis er nicht mehr
hell war. Das Auge dieses Menschen verlor das Licht. 2
Will man wissen, wo Kostbarkeiten sich in der Erde befinden,
so hält man in der Nacht einen grossen Spiegel hin.
\ Sieht man einen Schatten oder ein Glänzen in dem Spiegel, so
befinden sich daselbst die Gegenstände in der Tiefe. 3
Das Niederhalten von Dieben und Räubern geschieht auf
folgende Weise. Man nimmt sieben kupferne Spiegel von kleiner
Gestalt und vergräbt sie in ausgedehnte Erde. Man wägt
siebenhundert Pfund Erdreich und bedeckt damit die Spiegel.
Die Grube sei zwei Schuh fünf Zoll tief und zwei Schuh fünf
Zoll breit. Man stampft die Erde und macht sie fest. 4
In dem Schreiben Lö-ki’s an seinen jüngeren
Bruder Yün heisst es: Vor der Vorhalle der Menschlichkeit
und Langjährigkeit befand sich ein grosser viereckiger
Spiegel von Kupfer. Derselbe war fünf Schuh hoch, drei Schuh
zwei Zoll breit. Er war in der Mitte des Vorhofes aufgestellt.
Wenn man sich gegen ihn kehrte, zeichnete er sofort die
Gestalt und den Leib des Menschen. Dieses ist ebenfalls ein
vollständiges Wunder.
1 Das Buch der göttlichen Merkwürdigkeiten.
2 Die Verzeichnisse des Dunklen und Hellen.
3 Die Abbildungen des Erdspiegels.
4 Die von Eung-kiö verfasste Wahrsagung des Erforderlichen.
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