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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

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Pfizmaier.

Krüge  von  Kuang-tscheu  nehmen,  sie  mit  Wasser  füllen  nnd  auf
die  zwei  ausgespannten  Ecken  des  Bettes  stellen.  Dieses  nennt
man  die  Herabminderung  des  Spiegels,  und  man  drückt  es
dadurch  nieder.  Zu  einer  gewissen  Zeit  nimmt  man  die  Krüge
weg  und  giesst  das  Wasser  aus.  Auf  diese  Weise  kann  das
Unglück  getilgt  werden.  —  Als  der  Tag  kam,  batte  Jener
darauf  vergessen.  Er  suchte  einen  verlorenen  kupfernen  Spiegel ­
  und-  wusste  nicht,  wo  dieser  sich  befinde.  Später  nahm  er
die  Krüge  weg  und  goss  das  Wasser  aus.  Er  sah  dann  den
verlorenen  Spiegel  in  einem  Kruge.  Die  Oeffnung  des  Kruges
mass  einige  Zolle,  der  Spiegel  war  einen  Schuh  gross.  Der
Fürst  von  dem  Geschlechte  Wang  hiess  später  durch  die
Wahrsagepflanze  die  Bedeutung  des  Spiegels  und  des  Kruges
bestimmen.  Pö  sagte:  Dass  man  den  Krug  wegnahm,  war  im
Widerspruche  mit  der  verabredeten  Zeit.  Desswegen  brachte
man  diese  Ungeheuerlichkeit  zu  Wege.  Es  wurde  durch
böse  Unholde  verübt,  es  hat  keine  andere  Ursache.  —  Er  liess
den  Achsenstift  eines  Wagens  verbrennen  und  es  ermessen.
Der  Spiegel  ging  auf  der  Stelle  heraus.

An  dem  Fusse  des  Berges  von  Lin-liii  befand  sich  ein
Einkehrhaus.  Die  Menschen,  welche  an  ihm  vorüberreisten
und  übernachteten,  wurden  entweder  krank  oder  sie  starben.
Es  erschienen  immer  gegen  zehn  Männer  und  Weiber,  von
denen  ein  Jedes  verschiedenartige  Kleider  trug.  Einige  trugen
weisse,  Andere  schwarze.  Sie  kamen  sofort  und  stifteten  Unheil. ­
  Ein  gewisser  n  sp  Tsche-pe-I  reiste  vorüber  und
übernachtete  daselbst.  Er  sass  allein  und  las  mit  lauter  Stimme
mustergültige  Bücher.  Plötzlich  kamen  ungefähr  zehn  Menschen
und  setzten  sich  neben  Pe-I  nieder.  Sie  spielten  dabei  in  Gemeinschaft ­
  Würfel.  Pe-I  spiegelte  sie  jetzt  heimlich  in  einem
Spiegel  ab.  Es  war  ein  ßudel  Hunde.  Er  ergriff  die  Kerze
und  erhob  sich.  Er  that  als  ob  er  aus  Versehen  mit  der  Kerze
ihre  Kleider  verbrennete.  Ihre  Haare  wurden  versengt.  Pe-I
trug  in  dem  Busen  ein  Messer.  Er  warf  es  auf  einen  Menschen
und  traf  ihn.  Dieser  starb  hierauf  und  wurde  ein  Hund.  Alle
Uebrigen  entliefen. 1
1  iüie  fortgesetzte  Geschichte  des  Suchens  der  Götter.
            
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