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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Denkwürdigkeiten  von  chinesischen  Werkzeugen  und  Gerätsen.

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und  Kleider  zurecht  stellen.  Wenn  man  das  Alterthum  zu
einem  Spiegel  macht,  kann  man  dadurch  das  Emporkommen
und  den  Verfall  erkennen.  Wenn  man  den  Menschen  zu  einem
Spiegel  macht,  kann  man  dadurch  das  Gelingen  und  Fehlschlagen ­
  ins  Licht  setzen.  Ich  der  Kaiser  bewahre  immer  diese  drei
Spiegel  und  schütze  mich  dadurch  vor  Fehlern.  Jetzt  ist

Wei-tsching  gestorben.  Es  ist,  als  wäre  ein  Spiegel  verloren ­

  gegangen. 1
Die  Vorsicht  des  vollendeten  Menschen  ist  gleich  einem
Spiegel.  Er  begleitet  nicht,  er  geht  nicht  entgegen.  Er  erwiedert,
  aber  verbirgt  nicht.  Desswegen  überwindet  er  die  Dinge,
und  es  gibt  keine  Verletzung.  2
Wer  im  Herzen  fähig  ist,  gut  die  Menschen  zu  erkennen,
ist  wie  ein  heller  Spiegel.  Wer  gut  sich  selbst  erkennt,  ist  wie
die  Muschel  des  Abgrunds  der  Wasser.  Der  Spiegel  wiederstrahlt ­
  das  Licht,  desswegen  spiegelt  er  die  Menschen  ab.  Die
Muschel  fasst  in  sich  die  Perle,  desswegen  ist  sie  im  Inneren
erleuchtet.  3

Das  Auge  der  Menschen  des  Alterthums  war  mangelhaft

in  dem  Sehen  des  eigenen  Selbst.  Desswegen  betrachteten  sie
in  einem  Spiegel  ihr  Angesicht.  Ihre  Gedanken  waren  mangelhaft ­
  in  dem  Erkennen  des  eigenen  Selbst.  Desswegen  stellten
sie  sich  zurecht  durch  den  Weg.  Der  Spiegel  ist  frei  von  dem
Verbrechen,  dass  er  Flecken  zeigt.  Der  Weg  ist  frei  von  dem
Uebel,  dass  er  ins  Licht  die  Fehler  stellt.  Wird  das  Angesicht
des  Spiegels  verlustig,  so  hat  man  nichts,  wodurch  man  Haupthaar ­
  und  Augenbrauen  zurecht  bringt.  Wird  der  Leib  des
Weges  verlustig,  so  hat  man  nichts,  wodurch  man  Verirrung
und  Täuschung  kennt. 4
Die  Krümmen  des  Menschen  sind  arg!  Und  er  hat  nichts,
worin  er  sich  spiegeln  könnte.  Kein  Tag  ist,  an  dem  er  nicht
zu  Grunde  geht  und  verdirbt.  An  was  soll  man  sich  spiegeln
können  ?  Es  ist  allein  der  Mensch,  der  vorzügliche  Mann!
Indem  der  Spiegel  sich  selbst  ins  Licht  stellt,  ist  er  klein.  In-1

  Das  Buch  der  Thang.
2  Das  Buch  Tschuang-tse.
3  Das  Buch  Fu-tse.
4  Das  Buch  Han-tse,

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