Wahl mul Thronbesteigung Adrian's VI.
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die Eroberung Belgrads den Einfällen der Osmanen offen stehe.
Ein Legat mit vielen Predigern, welche auf das Volk ein wirken
müssten, sollte nach Ungarn gesandt, der König von Polen und
der Deutsch-Ordensmeister zum Frieden oder Waffenstillstand
gebracht und seihst auch auf die Moscowiter eingewirkt werden,
damit diese ihre Waffen mit den anderen Mächten gegen
die Osmanen verbänden. Ebenso sei nothwondig, Legaten zu
dem Kaiser, den Königen von Frankreich und England zu senden
und alles aufzubieten, dass die lutherische Pest von Grund
aus ausgerottet werde.
Das Promemoria wandte sich dann der Verwaltung der
Gerechtigkeit zu und rieth dem Papste, privatim nichts dahin
Einschlägiges zu unterzeichnen, sondern alles an den Vorstand
der Justizbehörde zu verweisen. Namentlich aber müsste die
llota als allgemeines Tribunal des christlichen Erdkreises mit
den ausgezeichnetsten Männern besetzt werden. Kein Bischof
dürfe ferner mehr Anwalt bei der Rota sein. Den Auditoren
sollten bestimmte Besoldungen neben den Sporteln zukommen,
letztere geregelt werden; die Notare und Registratoren ihr Amt
selbst verwalten, der Preis der Ausfertigungen festgesetzt und
vermindert werden, da, was früher 500 Ducaten kostete, jetzt
über 2000 zu stehen komme. In ähnlicher Weise verhalte es
sich mit dem Tribunal eines Uditore della camera, wo, was
früher 4 Ducaten kostete, jetzt 20 kostet. Der Wirkungskreis
des Senators und der Richter des Capitols müsste gleichfalls
reformirt werden. Fortwährend baten die Römer, es möge
ihnen die Würde eines governatore zurückgegeben werden. Es
erfolgten Rathschläge in Betreff der ordentlichen Legationen
(Avignon, des Patrimonium, Perugia, Mark, Bologna); diese
sollten nur auf zwei Jahre Cardinälen übergehen werden, nicht
auf Lebenszeit, und zwar müssten diese sie selbst verwalten.
Letzteres sollte überhaupt von allen Verwaltungsstellen gelten.
Der Verfasser rieth, in allen Städten Untersuchungen, die bis
auf die letzten sechs Jahre hinaufreichten, anstellen zu lassen,
um den nur zu gegründeten Klagen zu begegnen.
Endlich wandte sich die Schrift der Untersuchung der
Gründe zu, warum denn der römische Stuhl gar so mit Schulden
belastet und um seine Einkünfte gekommen sei. Sie
bezeichnete als solche die neuen Aemter, welche P. Leo X.