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Hofier
des Papstes einzugehen und auf ihr unsinniges Anrecht Verzicht
zu leisten.
Nach der Darstellung des Caplan Ortiz hörte Adrian auch
die übrigen Reden von Botschaftern, Corporationen etc. an und
erwiederte erst dann, er empfehle sich ihrem Gebete, dass die
Gnade des h. Geistes auf ihm ruhe und ihre guten Urtheile über
ihn nicht zu Schanden würden. Nichts sei mehr zu befürchten,
als dass die Arbeit einem Schwachen, die Erhabenheit einem
Niedrigen, die Würde dem zugekommen, der sie nicht verdiene.
Dennoch verzage er nicht, da er auf denjenigen vertraue, der
in ihm alles bewirke. Die göttliche Gnade, welche ihn, den
Unwürdigen, zu dieser Würde erhoben, werde ihn auch zum
tauglichen Diener machen, einer solchen Last sich zu unterziehen.
Der Ceremonienmeister Blasius von Cesena hat uns mitgetheilt,
dass, als der Papst schon in Ostia war, in Rom wegen
des Streites der Cardinäle noch Alles in der grössten Verwirrung
war; daher vielleicht auch die schlechten Anstalten zum
Empfange des päpstlichen Gefolges. Der Papst habe in Sanct
Paul einige Bittschriften, welche ihm vorgelegt wurden, unterzeichnet,
besonders die „der Conclavisten". Als aber der Bischof
von Poitiers ein Canonicat von Set. Peter für sich erbat,
verweigerte es ihm Adrian. In grosser Bestürzung über den
Ernst, der sich jetzt geltend machte, seien sodann die Cardinäle
gegen Rom geritten; der Papst hatte 5000 vacante Beneficien
zu vergeben. Wie Viele sahen sich jetzt in ihren Hoffnungen
getäuscht. Der Zug ordnete sich in möglichst glänzender
Weise; voraus, Platz zu machen, die Cavallerie, dann die Fusssoldaten,
sämmtliche Beamte der römischen Curie in rothen
Gewändern, zuletzt der maggior domo mit den Haus-Prälaten,
der Papst bis zum Thore von San Paolo getragen. Ein herrlicher
Triumphbogen sollte dort von den Brüdern Porzio um
500 Scudi errichtet werden. Der Papst weigerte sich in seiner
Demuth, wie ein Triumphator einzuziehen, konnte aber nur
hindern, dass dieser Bogen vollendet wurde, während in der
Stadt selbst Bogen an Bogen errichtet waren. Dort empfing
ihn der Magistrat der Stadt, Adrian küsste das Kreuz und bestieg
dann seinen Zelter, das Sacrament in der Hand. Hinter
ihm ritten die Cardinäle, die Botschafter, der Adel, das übrige