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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

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HOfler.

An  Sant  Feliu,  San  Pablo,  la  cala  de  Calella,  de  Rosas
vorüber,  kam  endlich  die  Flottille,  als  das  Vorgebirg  de  Cruzes ­
  überschifft  war,  in  den  Golf  von  Narbonne  und  die  französischen ­
  Gewässer.  Ein  Tlieil  des  Gefolges  schlug  jetzt  den
Landweg  durch  Frankreich  ein.  Bei  Adrian  aber  war  der  Entschluss ­
  vorherrschend,  sich  lieber  den  Wogen,  als  dem  Könige
Franz  anzuvertrauen.  Er  segelte  in  der  Richtung  nach  den
Antiben  an  Marseille  vorüber,  kam  nach  Nizza  und  Villafranca ­
  (13.  August), 1  wo  er  den  Secretär  des  französischen
Königs  empfing,  der  ihm  ganz  allgemein  gehaltene  Anerbietungen ­
  machte,  über  die  in  Santo  Stefano  (am  14.  August)  Adrian
an  den  Kaiser  schrieb. 2  In  Porto  Marino,  wo  er  Mariä  Himmelfahrt ­
  feierte  (15.  August),  kamen  ihm  bereits  venetianische
Galeeren  entgegen.  Endlich  erreichte  er  das  kaiserliche  Saona, 3
wo  er  von  dem  Erzbischöfe  auf  das  glänzendste  empfangen  und
bewirthet  wurde.  Die  Spanier  im  Gefolge  machten  sich  zum
ersten  Male  mit  italienischer  Küche  bekannt,  weshalb  auch  der
Küchenzettel  dem  Itinerar  einverleibt  wurde.
Je  näher  der  Papst  Italien  kam,  desto  mehr  ward  er  auch
mit  den  Wunden  bekannt,  die  die  französische  Invasion  und
der  Kampf  P.  Leo’s,  K.  Karls  und  K.  Franz  I.  mit  seinen
Bundesgenossen,  den  Schweizern,  den  Venetianern  und  den
italienischen  Freibeutern,  dem  unglücklichen  Lande  geschlagen.
Der  Tod  des  P.  Leo  hatte  so  wenig  wie  die  Wahl  Adrians  den
Gang  der  kriegerischen  Ereignisse  in  Italien  aufgehalten.  Die
Versuche  der  Franzosen,  ihre  Stellung  zu  bessern,  misslangen
auf  allen  Punkten.  Man  musste  jedoch  darauf  gefasst  sein,  dass
K.  Franz  die  Schweizer  gewinne 4  und  so  Oberitalien  von  zwei
Seiten  angegriffen  werde,  weshalb  denn  auch  von  kaiserlicher
wie  von  päpstlicher  Seite  alles  aufgeboten  wurde,  auf  die
Schweizer  im  entgegengesetzten  Sinne  einzuwirken.  Da  gelang
1  Nach  einem  Schreiben  des  Bannisius  an  Margaretha  von  Savoyen  vom
23.  Aiigast.
3  Lanz  I.  n.  38.  Gach.  n.  XXXVI.  Schreiben  Karls  vom  6.  u.  7.  Sept.
3  Cameram  Imperii.  Ttin.
4  Er  hatte  150,000  Kronen  hingesandt:  Knowing  that  money  present  in  that
land  bringeth  every  matter  to  the  desired  end.  Brew.  n.  2045.  Wie  dagegen ­
  gearbeitet  wurde,  erzählt  Will.  Knight.  n.  2027.
            
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