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Hofier.
Heinrich d’Albert, Prinzen von Navarra, clen König Franz zurücksetze
und dessen Schwester er mit unzüchtigen Anträgen
bedränge, so wie Navarra auf die spanische Seite zu ziehen.
Er versicherte den Kaiser, wie sehr er ihn zu sprechen wünsche,
allein die Briefe, welche er aus Rom und Genua erhalten,
belehrten ihn, wie nothwendig seine Gegenwart in Italien
sei. Wohl wisse er, dass Karl einem Vertrage mit Frankreich
so lange entgegen sei, als nicht ,eine hinreichende Anzahl Schwingen
herausgerissen seien, dass Frankreich nicht nach Willkür
handeln könne'. Da aber andererseits eine noch grössere Gefahr
von den Osmanen drohe, müsse er, der Papst, dieser verbeugen,
und werde er in dieser Hinsicht auch an den König von
England und den Cardinal von York schreiben. Er befürchte
eine Verbindung des Königs von Dänemark mit dem Könige
von Frankreich. Für K. Karl selbst dürfte eine Periode der
Ruhe, der Ordnung im Innern, der Gerechtigkeit, einer guten
Regierung, der Bestrafung derjenigen, welche den Aufruhr des
.T. 1521 angestiftet, sehr wünschenswerth sein. K. Franz habe
ihm Pässe geschickt und erbiete sich zu allem Guten; der
Herzog von Mailand strebe nach dem Besitze von Parma und
Cremona. Schliesslich empfahl er dem Kaiser den Cardinal
Egidio als zwar sehr armen, aber als bedeutenden Literator,
sowie einige verdiente Spanier, unter ihnen Mateo de Taxis. 1
Der Rath, den Adrian dem Kaiser gab, war unstreitig
der beste und wurde, wie gewöhnlich, wohl eben deshalb nicht
befolgt. Die traurige Finanzlage Karls lähmte alle Operationen,
Hess ihn, da er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen
konnte, als treulos und wortbrüchig erscheinen; aber die Ereignisse
und die Begierde, sie zu beherrschen, rissen ihn mit
sich fort. Der Aufstand der Communen und namentlich der
Brand des reichen Medina del Campo hatten dem Nationalwohlstande
die tiefste Wunde geschlagen; die Reichthümer des neuentdeckten
Indien 'fielen in der Nähe der spanischen Küsten
französischen Capern in die Hände, und die spanische Flotte,
welche das Mittelmeer gegen die Osmanen, gegen die Moslim
von Nordafrika, gegen die Franzosen zu schützen hatte, konnte
nicht einmal die offene Verbindung des Mutterlandes mit Ame-Estamos
ya pa a hazer vela. Gacli. n. XXXII. 5. Aug.