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Hof 1 er.
entfernte sich von Tortosa (8. Juli) nach dem Hafen von Ainpolla,,
um sich zu Schiffe zu begeben, und zwar so rasch, dass
der grössere Theil seines Gefolges erst am Abende und in der
Nacht nach dem Hafen gelangte. Allein nun hielt ihn schlechtes
Wetter noch im Hafen auf; erst einen Tag später konnte
er nach Tarragona segeln (10. Juli), wo er aufs Neue und zwar
bis zum 5. August, die Ankunft der Schiffe erwartend, verbleiben
musste. Bereits war K. Karl in Spanien angekommen;
ein Brief des Papstes vom 23. Juli begrüsste ihn aus Tarragona
und benachrichtigte ihn zugleich, dass er den Erzbischof
von Bari an K. Franz nach Frankreich abgesandt habe. 1
Der unfreiwillige Aufenthalt in Tarragona gab dem Papste
Anlass, auch noch den Kaiser auf den bedrohlichen Zustand
von Valencia aufmerksam zu machen 2 und das Schreiben
K. Karls vom 19. Juli zu beantworten. 3 Er drückte dem
Kaiser darin seine Freude aus, wenn er ihn noch hätte sehen
können, bedauert aber, dass die Rücksicht auf seine Gesundheit
ihn davon abhalte; er dürfe sich keiner Krankheit aussetzen.
Die Witterung sei so heiss, dass, wenn Karl mit der
Post käme, er krank werde; 4 zögere er aber, so verspäte sich
seine eigene Abreise nach Rom zu sehr. Auf die kaiserliche
Bitte, drei Cardinäle zu ernennen, den Bischof von Palermo, den
Neffen des Herrn von Montigny und den Bruder des Gouverneurs
von Brescia (Bressa), antwortete Adrian ausweichend,
was begreiflich Karl nicht angenehm sein konnte. Dafür verwandte
er sich selbst zu Gunsten einiger Geistlicher, welche
sich an dem Aufstande der Communen betheiligt, sowie er ihm
Rathschläge ertheilte, Oran, Algier und Bugia gegen die Ungläubigen
zu vertheidigen. Zugleich erwähnte er, er sei vor
Gift gewarnt worden, und warnte er den Kaiser vor ähnlichen
Nachstellungen. 5 Nicht ohne tiefe Bewegung schied Adrian
von dem Lande, das seine zweite Heimath geworden war, nur
sein Körper, versicherte er das Capitel von Toledo, dessen
• Gaeh. n. XXXI.
2 Gaeh. n. XXXIII.
3 Lanz, Correspondenz K. Karls V. n. 35.
4 Soll es nicht heissen: je desirons plus non avoir cette consolation que
mettre votre (Lanz I. p. 63 notre) personne en aücun dang’ier de maladie,
5 Tarragona *27. «Juli. Lanz 1. c.