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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Heber  ein  Capitel  aus  Aristoteles'  Politik.

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lären  Ton  dieser  Schriftengattung  annimmt.’  Alles  schön  und
beredt,  überhebt  uns  aber  nicht  der  Frage,  wie  richtig  und
verlässlich  es  sei.  Oder  muss  nicht  diese  graciöse  Demuth,
diese  Bitte,  ihm  doch  wenigstens  Eine  Eintheilung  hingehen
zu  lassen,  muss  sie  nicht  gar  verwunderlich  erscheinen  bei
dieser  Eintheilung  der  Güter,  die,  vielleicht  mit  Ausnahme  des
zusammenfassenden  Terminus  ta  sy.TÖc,  dem  Aristoteles  gar
nicht  eigenthümlich  ist,  die  er  sonst  wiederholt,  z.  B.  Nikom.
Ethik  1,  8.  1098  b  12  vsvqrqpivwv  075  twv  dyaOwv  rpiyr\  y.ai  twv
[j.sv  £x.t'o?  twv  8!  xcepi  4''- , X.'b v  VMl  ,  Rhetor.  1,  5.
1360  b  25  und  oft  beiläufig,  ohne  jedes  rechtfertigende  oder
beschönigende  Wort  als  etwas  bekanntes  und  völlig  sicheres
hinstellt?  Weder  hier  also  in  der  Politik  will  dieses  Bitten
am  Platze  sein,  noch  kann  es  aus  dem  Dialog  entnommen
sein,  denn  irre  ich  nicht,  so  ist  Zusammenhang  und  Fortschritt
dieser:  'da  wir  der  Meinung  sind,  dass  manches  auch  in  den
exoterischen  Reden  über  das  beste  Leben  Vorkommende  gut
sei,  so  dürfen  wir  uns  darauf  berufen,  denn  in  der  That  gegen
die  Annahme  wenigstens,  die  eben  in  den  exoterischen  Reden
des  weiteren  ausgeführt  und  begründet  war  und  hier  nicht
noch  einmal  vollständig  dargelegt  werden  soll,  gegen  die  Annahme ­
  wenigstens  wird  Niemand  Einspruch  erheben,  dass  es
drei  Arten  von  Gütern  gebe  und  dass  an  jeglicher  Art  Antheil
haben  müsse,  wer  glückselig  genannt  werden  solle.’  Der  Nachdruck ­
  liegt,  wie  man  sieht  und  wie  man  trotz  dem  ankündigenden ­
  Ttrpoc;  v£  [Rav  Stafpsaiv  aus  der  weiteren  Fassung  w?  ou
-p'.wv  oügwv  p.cptowv  erkennt',  gar  nicht  auf  der  Eintheilung  und
deren  Berechtigung,  sondern  darauf,  dass,  da  es  diese  drei
Arten  von  Gütern  gibt,  keine  derselben  dem  suScajj.wv  gänzlich
fehlen  dürfe.  Und  dieser  Gedanke  musste  von  Rechtswegen,
und  war  es  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  in  den  exoterischen
Reden,  auf  die  ja  der  grösseren  Vollständigkeit  wegen  verwiesen ­
  wird,  für  alle  drei  Arten  der  Güter  durchgeführt  und
nachgewiesen  werden,  dass  weder  der  von  allen  geistigen
Gütern  entblösste,  noch  der  körperlich  gänzlich  verwahrloste, ­
  noch  endlich  der  aller  äusseren  Güter  völlig'  baare

1  Man  kann  Plato  Politeia  5,  457  d  vergleichen:  oux  o't|j.ai  7ü£pf  ye  tou  w<psa([j.o’j
  ct|j.tpK7(3r)Tero0at  av,  öc  oo  [RyiaTov  äyaOov  y.tX.
            
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