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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Entstehung  der  Formel:  salva  sedis  apostolicae  auctoritate.

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Am  einfachsten  geschieht  dies  wohl  dadurch,  dass  ich  angebe,
welche  Privilegien  aus  den  Jaffe’schen  Regestennummern  mir
unbekannt  geblieben  sind.
Es  sind  erstens  die  bei  Jaffe  selbst  als  Fragmente  oder
blos  dem  Inhalte  nach  überliefert  (mit  *)  bezeichneten,  zweitens
die  ungedruckten  Stücke  1  (meist:  „ex  schedis  Pertzii“).
Eine  nicht  unbedeutende  Menge  von  Privilegien,  ich
zähle  200 2 ,  entfällt  ausserdem  für  den  vorliegenden  Zweck
dadurch,  dass  sie  unvollständig  gedruckt  sind,  indem  die
Schlussformel  entweder  ganz  weggelassen  oder  nur  durch  die
Eingangsworte  angedeutet  ist.
Endlich  kenne  ich  mehrere  (74)  Nummern,  —  so  fast  alle,
die  Jaffe  blos  aus  Brequigny,  table  chronologique  citirt,  und  jene,
die  er  einzig  aus  dem  BulJarium  Cluniacense  3  anführt,  sowie
etliche  andere  aus  selteneren,  französischen  Werken  —  nur  durch
die  Ausgabe  Migne’s:  Patrologiae  Cursus  completus,  Series
secunda.  T.  148,  151,  163,  166,  179,  180,  188.  Hier  finden  sich
auch  viele  Bullen,  die  in  den  andern  Sammlungen,  z.  B.  Hugo,
Annales  Ordinis  Praemonstratensis  oder  Mittarelli,  Annales
Camaldulenses,  ohne  die  volle  Schlussformel  gedruckt  sind,
vollständig.  Allein  bei  der  Uncorrectheit  der  genannten  Ausgabe,
die  keine  Gewähr  giebt,  dass  die  Ergänzungen  original  sind 1 ,

1  Es  sind  deren  im  ganzen  27  Nummern  ;  davon  sind  aber  seither  zwei:
J.  6382  u.  6665  im  Wirtembergisclien  Urkundenbuch,  Bd.  II.,  Stuttgart
1858,  p.  46  u.  67  ;  J.  5238  in  Opere  di  Franc.  Liverani,  Maeerata  1859,
Vol.  4.  p.  219  (Nr.  98);  J.  4463 a  in  Sickel,  Monumenta  graphica.  Lief.  5,
p.  76  und  J.  6123  in  Stumpf,  Acta  Moguntina  Nr.  26  gedruckt.  Von
zweien:  J.  4620  u.  6836  las  ich  die  Abschriften  (Nr.  64  u.  142)  im
Steiermärkischen  Landesarchive  zu  Graz.
-  Die  grössere  Zahl,  112,  kommt  davon  auf  die  Privilegien  seit  Cölestin ­
  II.
3  Ich  konnte  dieses  Buch  (ed.  Petras  Simon,  Lugduni  1680)  weder  auf  den
Bibliotheken  von  Wien,  Innsbruck  und  Graz,  noch  auf  den  Hofbibliotheken
zu  Berlin  und  München  finden.
4  Es  fehlt  in  der  Ausgabe  selbst  jede  Andeutung,  woher  die  betreffenden
Vervollständigungen  der  Schlussformel  genommen  seien;  vielmehr  finden
sich  Beispiele,  die  offen  darthun,  dass  dieselben  einfach  auf  Verweisungen
hin  durch  Combination  vorgenommen  sind.  So  ist  in  das  Privileg  Innocenz
  II.  vom  2.  Jan.  1136,  T.  179  Innoc.  II.  Nr.  215  (J.  5532)  die  Stelle:
Nullus  ergo  hominum  etc.  bis  profutura  aufgenommen,  obwohl  sie  im
            
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