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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

lieber  die  Bruchstücke  eines  fränkischen  Gesprächblichleins.

805

81.  Nach  dem  lateinischen  nec  heri  nec  hodie  ist  das
deutsche  nicht  vollständig  überliefert.  Ich  setze  also  ne  gistra
ne  heudu.  lieber  ör,  vester,  vergleiche  die  Darstellung  des
Vocalismus.
82.  Dem  lateinischen  Texte  gemäss  schreibe  ich  lernedun ­
  gi  that.
83.  guanna,  quot  vices;  also  falsche  Uebersetzung.
84.  Verderbte  Stelle,  deren  Herstellung  ich  nicht  versuchte. ­

85.  ,Alle  Buchstaben  sind  unsicher*.  Ilenschel  las
Im  '  liic
Abtotgot,  Keil  Mtergote.  Unter  solchen  Umständen  kann  jede
Herstellung  nur  Muthmassung  bleiben,  zumal  auch  das  lateinische ­
  ds  uos  mit  dem  gleich  folgenden  salklom  nichts  hilft.
Grimm  schrieb  Gebe  in  got  fruma  ds  uos  donet  felicitate
salidom.
86  ist  nicht  besser  bestellt.  Hinter-  dem  Punkt  nach  salidom ­
  folgt  in  selber  Zeile  Gualogo  b ci  got,  doch  hilft  hier  das
lateinische  bene  te  donet  ds.  Das  deutsche  wala  gebe  iu  got
lässt  aber  noch  etwas  vermissen.
88.  irgend  sicheres  herzustellen,  versuche  ich  nicht.
90.  Das  1  =  uel  hinter  neuit  ist  nach  Keil  ungewiss.
Henschel  sah  st,  was  richtig  sein  mag.  Die  Verbindung  tst
ist  hier  wie  atst  98  und  dst  in  adst  96  ungeschickter  Ausdruck
des  hochdeutschen  z  oder  tz.  Ueber  i  =  e  und  über  hu  =
wu  in  hurt,  sowie  über  u  =  o  sieh  die  Behandlung  des  Vocalismus ­
  und  Consonantismus  dieses  Denkmals.
91.  cathenen  scindes  theilte  Grimm  sehr  unglücklich
ab  in  cat;henens  cindes  =  gät  enes  sindes.
100  ist  nach  Henschel  weggekrazt  und  kaum  lesbar,
Keil  hat  die  Zeile  ganz  übergangen;  daher  sind  Herstellungsversuche ­
  fruchtlos.
102.  inmet  wie  die  Handschrift  deutlich  hat,  kann  nicht
unmet  sein.  Ich  verzichte  auf  die  Herstellung  dieses  inm&hithi,
das  Grimm  auflöste  in  unmez  ih  dih  (wille  serten).
103.  Durch  das  lateinische  ad  alteram  villam  wird  der
deutsche  Satz  trotz  der  Verschreibung  gesichert.
            
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