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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  die  Bruchstücke  eines  fränkischen  GeBprächbüchleins.

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innerem  Zusammenhänge,  so  muss  41  eine  schnöde  Antwort
auf  das  g'ane  ut!  bieten,  worauf  dann  die  üble  Entgegnung  42
folgt.  Ich  verzichte  aber  mit  Grimm  auf  die  Herstellung  dieser
unsicheren  Zeile.
42.  Handschrift  intine  naso,.  Grimm  in  dinerö  naso.
43.  guillo  als  3.  sg.  ist  natürlich  unzulässig  und  durch
Verwechselung  aus  44  hierher  geraten.
44  steht  nach  dem  Druck  Ero,  was  nach  dem  Lateinischen ­
  et  ego  schwerlich  auf  richtiger  Lesung  beruht,  oder  was
ein  Schreibfehler  des  Copisten  ist.  Ich  setze  daher  ec  oc,
wie  Grimm  ih  ouh.
46.  rite.  Der  Infinitiv  erscheint  hier  und  101  serte  ohne
n.  Aus  Tatian  und  aus  würzburgischen  Denkmälern  ist  der
frühe  Schwund  des  flexiven  -n  im  Oberfränkischen  bezeugt  :
Tatian  von  Sievers  S.  22,  Scherer  in  seinen  und  Müllenhoffs
Denkmälern  S.  490.  Aus  den  nördlichen  fränkischen  Mundarten ­
  stehn  mir  keine  gleichalten  Beispiele  zu  Gebote.  —  Ich
habe  hier  und  in  serde  den  geschwächten  Endvocal  gelassen,
da  sein  Bestand  im  9.  Jahrhundert  für  die  gewöhnliche  Rede
unabweislicli  ist.
47.  Grimm  In  minen  triwon  ne  ruoche.
48.  nehabe.NT  netrophen,  74  Ne  haben  ne  trophen,  wozu
60  ne  uitst  nenhurt  zu  vergleichen  ist,  wo  nen  ausgeschrieben
steht.  Ich  habe  au  diesen  drei  Stellen  das  im  Dialect  beliebte
negen  gesetzt.
49.  50  nehme  ich  als  unmittelbar  zusammengehörig,  ia
lese  ich  iu  (jam),  und  in  n  vermuthe  ich  das  zu  sclaphen  gehörige ­
  Präfix  en,  das  auch  62.  63  diesem  Zeitwort  verbunden
ist.  Dem  Infinitiv  gab  ich  die  durch  cit  geforderte  genitivische
  Eorrn.
57.  In  der  Handschrift  soll  matzer  stehen,  ich  vermuthe
matzes:  vergleiche  mezas  Freckenhorster  Heberolle  452,  maces
in  der  Paris.  Virgilgl.  107  falce:  snidemacese,  mezses  Rother
2517,  alles  Entstellungen  aus  mazsahs  oder  matsahs.
60.  Henschel  las  zamer,  wonach  Grimm  seinen  Text
Wanta  ne  wärut  ir  za  mir  gestaltete.  Keil  las  zameiin,  woraus
ich  zametina  herauslese  und  hwanda  ne  wärun  gi  te  metinä  setze.
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