Ueber die Bruchstücke eines frünkisclien Gesprächbüchleins.
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Dasselbe kann entweder schwache Flexion sein oder nach dem
üblichen Uebergang von m zu n aus -em = eme emo emu
entstanden sein. Nimmt man das erste an, so gibt man der
schwachen Adjectivflexion eine grössere Existenz als ihr nach
der bis jetzt angenommenen syntactischen Regel zukommt, kann
aber dafür auf gewisse Beispiele im Hildebrandsliede (senon
muotin 2. arbeolaosa 22. gudea gimeinun 60) verweisen. Nimmt
man das zweite an, so sind die Vorgänge von emu bis e alle
deutlich und im einzelnen als dialectlich gesichert. Ich erwähne
noch, dass W. Grimm zur Erklärung dieser Dative in
-e aut die altfriesischen starken Adjectivdative in -e verwies.
Plur. Acc. mine sco 79, min hansco 55. — Gen. aller
106 in einer sehr verstümmelten Stelle.
Femininum Nom. sg. follo 12. —■ Acc. mine 36. 76.
tine 42. 43. — Genit. in eru scheint mir aus mine hu 106
herstellbar. — Dat. gualiche steta 82, wo entweder gleich dem
beim Masc. und Neutr. beobachteten gualichen als schwacher
Dativ anzusetzen oder eine gänzliche Verstümmelung anzunehmen
ist. Ich ziehe letzteres vor und stütze mich auf eine
Prudentiusglosse der Brüssel-Trierer Handschrift (Haupt Zeitschrift
XVI, 96) gae verte, wo die Kölner Handschrift volles
gaero verdi bietet.
Als Adverbialendung erscheint a in gerra 67, gistra 80,
o und i in gualo 86. guali 75.
c) Das Pronomen.
Für den Nom. sg. 1. Person ist e die häufigste durch
Abfall des Auslautes c entstandene Form: 18. 19. 21. 26. 27.
44(?). 46. , 47. 69. 78, dazu oh 89. Dagegen findet sich i 29.
81. hi 99. hi i 98. hfch 97. ic 1 ' 73. Wir werden ec als Grundform
in diesen Gesprächen anzusetzen haben.
Der Dativ ist mer 19. 21. 23. 48. 60. 101. An letzter
Stelle ist der Accusativ syntactisch gefordert. Der Schreiber,
welcher die oberdeutsche Redaction vornahm, hatte überall mi
er
gefunden, wie auch 48 Semi got noch zeigt, und da er in den
andern Stellen dafür seinen Dativ mer verwendet hatte, so
tliat er es auch hier an Unrechtem Platze.
Von dem Pronomen 2. Person ist nachweisbar der Nom.
sg. do, angelehnt in gildo 30; der Accus, ti 26 (vielleichtauch
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