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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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We  in  hold.

betaz  47,  estaz  59,  ti  26,  istin  31.  92.  93,  tine.  Im  Inlaut
findet  sich  d  für  tli  im  verstümmelten  semauda  63,  und  t  für
tli  in  queten  64.
Sehr  früh  haben  west-  und  ostfränkische  Schreiber  für  th
mitunter  d  gesetzt  und  sich  auch  t  dafür  erlaubt:  vgl.  Deotramnus ­
  neben  Theodila,  Theodetrudis  627  Pardessus  I.  n.
241.  Senedeus,  Ingalteus,  Ragenteus  Pol.  Irm.  33.  Sigedeus
Ansteus  79,  deuda  1.  sal.  XLVI.  cod.  3,  teuda  cod.  1.  —
Danghilt  758  Dronke  n.  18,  Adaldruda  Willidrud  n.  147.
Tanchrat  cod.  Lauresh.  2,  312.  Teutrath  107,  Tiedo  273.
Dieto  (9.  Jahrh.)  Dronke  n.  602.  Deodericus,  Tiedo,  Tiecilinus
967  Mittelrhein.  Urk.  1,  285.  Dancolfus  c.  985.  ebd.  1,  314.
—  Deotburg.  Deotrat.  Theotrich.  Tingesfleia  800  Dronke  n.
157.  Nordiu  Arndeo  (neben  fünf  th)  819  Dronke  n.  379.
Ueber  unechtes  th  s.  oben.
Bei  S  und  sc  gibt  unser  Denkmal  zu  folgenden  Bemerkungen ­
  Anlass:
Im  Anlaut  ist  sc  für  s  geschrieben  in  scindes  91,  wahrscheinlich ­
  ein  Versuch  scharfes  s  anzudeuten;  ferner  in  der
Verbindung  sl:  sclaphen  49,  sclephen  62.  63.  Dieses  sei  ist
wahrscheinlich  in  der  beginnenden  breiten  Aussprache  des  sl
begründet;  es  findet  sich  auch  sonst  zu  jener  Zeit:  sclaphun
Mainz.  Beichte  6,  sclafit  Otfried  D.  III.  23.  43,  sclip  Psalm
3,  5.  scliumo  gl.  Lips.  807,  sclot  808,  thuruliskluog  Ludwigsl.
52.  Vgl.  auch  alem.  Gr.  §.  190,  bair.  Gr.  §.  157.
Das  s  für  sc  in  fies  98  liesse  sieh  aus  dem  12.  und  den
folgenden  Jahrhunderten  mit  entsprechenden  Belegen  versehen.
In  sclaph  38  für  claph  steckt  aber  nur  ein  Schreibfehler.
Die  Doppelung  SS  findet  sich  in  rossa  72,  während  66
rose  geschrieben  ist;  ferner  nach  alter  niederdeutscher  Art  aus
hs  angeglichen  in  fasse  2.  Zur  Vergleichung  genügen  hier:
vusso  Psalm  62,  11.  Ossenberge  1176  Lacombl.  I.  n.  456.
Ossendorp  n.  461.  Wassenberg  n.  462.  geuassen  Marienl.  89,
12.  uuesset  35,  24.  —  selpwassan  Pariser  Virgilgl.  344.  lancfasso
  374.  905.  —  foluuassan  Isid.  83,  2.  assa  Wiesb.  Gl.  58.
Der  Doppelconsonant  SC  (S’co  79.  ansco  9.)  neigt  sich  in
scelt  52  zum  Uebergang'  in  sch.  Der  gleiche  Vorgang  vor  e
und  i  ist  aus  dem  9.  Jahrh.  vorzüglich  durch  Isidor  bezeugt.
            
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