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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  die  Bruchstücke  eines  fränkischen  Gesprächbüchleins.

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Im  Zeitwort  tliun  ist  aber  an  anderen  Stellen  der  nd.  Anh
  t
laut  verdrängt:  73  steht  ton,  104  tara  —  tätun.  Ebenso  erscheint ­
  oberd.  t  im  Anlaut  in  trench  99,  trenchen  75,  trophen
48.  74;  im  Inlaut  in  steta  82,  rite  46,  gotes  106,  gedoppelt
begotta  81.  90,  bette  62;  im  Auslaut  in  cit  50,  got  48.  85,
brot  97,  got  68,  bart  7,  hurt  90.  Abgefallen  ist  t  durch
romanischen  Einfluss  in  an  8.  9.  55,  guesenda  105,  worüber
oben  schon  gesprochen  ward.
h
Jenes  ton  zeigt  die  Unsicherheit  über  das  Verhältniss  von
d  :  th,  welche  sich  auch  im  falschen  heutlio  87  bekundet,  während ­
  96—98  richtig  heuto  steht.  Unsicher  erscheint  der  Schreit

ber  auch  in  saldom  85-Ueber
  d  für  th  vgl.  unten.
Die  niederdeutsche  Tennis  (tonlose  explosiva)  ist  erhalten ­
  anlautend  in  te  16,  ferner  in  terue  (=  trewa)  25.  29.
36.  47.  63.  76.  84.  95.;  auslautend  in  ut  18.  19,  enbet  23,
wo  ein  corrigirendes  z  über  t  geschrieben  ist,  in  gued  (d  für  t)
77  und  wahrscheinlich  in  inrnet  102.  Allgemein  deutsch  ist
altes  t  durch  s  geschützt  in  der  3.  Sg.  Prs.  also  auch  in  est  ist,
wo  unser  Denkmal  nach  niederdeutscher  Art  Abstoss  des  t  liebt.
Durch  oberdeutsche  Schreiber  ist  nd.  t  zu  z  verschoben:
anlautend  in  ze  24.  28,  cit  50,  zunguen  6;
inlautend  in  ovetzes  94,  cherize  58,  büzze  79,  luzzil  70,
luzer  94;
auslautend  in  taz  47.  59.  77,  guaz  30.  65,  gusez  22,
guats  104,  atz  97,  atst  98,  adst  96,  latz  101,  (matzes  57),
guetz  32.  guez  63.  uitst  90,  inbiz  100,  hutz  40.  uthz  46.
Die  Ungeschicklichkeit  des  Schreibers  das  hochd.  z  auszudrücken, ­
  welcher  wir  die  schönen  Verbindungen  ts  tst  dst  thz
verdanken,  ist  beachtenswerth.
Lateinisches  t  ist  bewahrt  in  mettina  24.  28.  60.
Die  niederdeutsche  und  fränkische  Zungenfricativa  th  ist
erhalten:
anlautend  in  thar  27,  thenen  dhenen  91,  wahrscheinlich
auch  in  thi  102;
inlautend  in  obethe  1,  brothro  17,  gavat.here  101.
Für  th  steht  aber  öfter  im  Anlaut  d:  dar  22.  23.  26,
dare  104,  durf  101,  und  sogar  t:  taruthz  46,  guastare  105,
            
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