Ueber die Bruchstücke eines fränkischen Gesprächbüchleins.
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Im Zeitwort tliun ist aber an anderen Stellen der nd. Anh
t
laut verdrängt: 73 steht ton, 104 tara — tätun. Ebenso erscheint
oberd. t im Anlaut in trench 99, trenchen 75, trophen
48. 74; im Inlaut in steta 82, rite 46, gotes 106, gedoppelt
begotta 81. 90, bette 62; im Auslaut in cit 50, got 48. 85,
brot 97, got 68, bart 7, hurt 90. Abgefallen ist t durch
romanischen Einfluss in an 8. 9. 55, guesenda 105, worüber
oben schon gesprochen ward.
h
Jenes ton zeigt die Unsicherheit über das Verhältniss von
d : th, welche sich auch im falschen heutlio 87 bekundet, während
96—98 richtig heuto steht. Unsicher erscheint der Schreit
ber auch in saldom 85-Ueber
d für th vgl. unten.
Die niederdeutsche Tennis (tonlose explosiva) ist erhalten
anlautend in te 16, ferner in terue (= trewa) 25. 29.
36. 47. 63. 76. 84. 95.; auslautend in ut 18. 19, enbet 23,
wo ein corrigirendes z über t geschrieben ist, in gued (d für t)
77 und wahrscheinlich in inrnet 102. Allgemein deutsch ist
altes t durch s geschützt in der 3. Sg. Prs. also auch in est ist,
wo unser Denkmal nach niederdeutscher Art Abstoss des t liebt.
Durch oberdeutsche Schreiber ist nd. t zu z verschoben:
anlautend in ze 24. 28, cit 50, zunguen 6;
inlautend in ovetzes 94, cherize 58, büzze 79, luzzil 70,
luzer 94;
auslautend in taz 47. 59. 77, guaz 30. 65, gusez 22,
guats 104, atz 97, atst 98, adst 96, latz 101, (matzes 57),
guetz 32. guez 63. uitst 90, inbiz 100, hutz 40. uthz 46.
Die Ungeschicklichkeit des Schreibers das hochd. z auszudrücken,
welcher wir die schönen Verbindungen ts tst dst thz
verdanken, ist beachtenswerth.
Lateinisches t ist bewahrt in mettina 24. 28. 60.
Die niederdeutsche und fränkische Zungenfricativa th ist
erhalten:
anlautend in thar 27, thenen dhenen 91, wahrscheinlich
auch in thi 102;
inlautend in obethe 1, brothro 17, gavat.here 101.
Für th steht aber öfter im Anlaut d: dar 22. 23. 26,
dare 104, durf 101, und sogar t: taruthz 46, guastare 105,