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Weinhold.
lören, troren. — Ueber den Uebergang von 6 zu ii dagegen
vergl. u.
U als echte Kürze steht in luzzil 70, luzer 74; aus we
verschmolzen in cumet 17, cumen 20. Verdumpfung von o ist
es in durf 103 und wurt 90 nach einer dialectlichen Neigung,
die sich vor Liquiden namentlich äussert.
Das u für i des Suffixes in semauda = smäida 63 erscheint
verdächtig.
IJ finden wir dem Dialect gemäss für iu in ü (vos) 27,
ferner für 6 in su 44. 76.
Dieses ü — 6 lässt sich seit Alters im Fränkischen nachweisen:
Mudila 700 Pardessus n. 452. Fruda Pol. Irm. 77.
Fruduardus 99. Frutbertus 247. Fludoinus 259. — sachun sinn
Capitul. 2. 3. sachunu sineru 12. wizzut 23. gesunduruth 19. —
dheonundiu Isid. 57, 21. leidud Mainz. Gl. 284. a. — irlusta Otfried
F. I. 3, 12. drustun V.P. III. 24, 3. — Thruant Dronke n.
345. Belege aus Tatian gibt Sievers in seiner Ausgabe S. 46.
du Marienl. 6, 15. 7, 2. 36, 23 u. o.; Niederrhein. Brachst.
1, 9. 14. u. immer; Friedberger Krist C. 1,7. Herbort 262. 1553.
2. Consonantismus.
Lippenlaute.
Fast durchaus wird b im Anlaut geschrieben; nur pe 63
macht eine Ausnahme. Wir finden also hart 7. be 47. 81. 90.
bi 62. bette 62. inbiz 100. rebulga 63. büzze 79. ’brot 97.
brothro 17. brüst 10. — Im Inlaut herrscht b: aba 66. haben
69. 74. habes 72. gebe (85. 86?) obethe 1. uuanbe 11. Einmal
findet sich für b die Fricativa v: ovetzes 94.
Für den Dialect bezeichnend ist b = v (bh) in geraben
17. Dieser Uebergang der tönenden Lippenfricativa zur tönenden
Explosiva ist ganz besonders im hessischen, wetterauischen
und Mainzer Dialekt entwickelt: z. B. lantgrabe Hess. Urk. I.
n. 993. lantgrebe n. 1056. Grebenauwe n. 291. neben : geben
Herbort 120 : gegeben 6066 : leben 5659. höbe : obe 16254
: lobe 105. 516. höbe Hess. Urk. I. n. 1032. hubeis 2680. bübisch
2942. — frabil 1303 Böhmer 356. vrebelich 443. geberon
Friedberger Krist D. 2, 4. grebe Böhmer 586. Hess. Urk.