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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Weinhold.

E  vertritt  mehrere  andere  lange  und  diphthongische
Vocale.
Ueber  e  =  a  vergl.  dieses.  —  In  thenes  dhenes  91.  92
steht  e  =  i.  Wir  finden  dieses  e  auch  west-  und  niederfränkisch:
  Frelinus  Pol.  Irin.  195.  Freardus  357.  ßecomarus
627  Pardessus  I.  n.  241.  Rectrudis  Pol.  Irm  12.  35.  Refredus
713  Pard.  n.  488.  —  Suetgerus  1131  Lacombl.  I.  n.  311.  Sue
tlierus  castellanus  de  Cleve  c.  1170  n.  463.  zueveltliche  Marienl.
68,  1.  wesheit  70,  4.  helichsbrieve  1376  Lacombl.  III.  n.  787.
Bekannt  ist  e  aus  ei:  hier  wird  es  bezeugt  durch  helegen
106,  nen  90,  enbet  23,  guez  32.  63,  fies  98.  Nieder-  wie
mitteldeutsch  ist  dieses  e  Regel,  und  auch  oberdeutsch  hat  es
sich  mundartlich  über  die  schriftdeutschen  Grenzen  weiter
bewegt:  Alem.  Gr.  §.  36.  122.  Bair.  Gr.  §.  45.
Desgleichen  ist  ö  aus  eo,  io  (ie)  verbreitet.  Hier  finden
wir  es  in  venge  15,  sclephen  62,  de  63.  Es  tritt  in  allen  fränkischen ­
  Dialecten  in  alter  Zeit  stark  auf;  heute  kennt  es  noch
der  ripuarische  (kölnische)  sehr  gut.
Aus  Zusammenziehung  entstund  e  nach  meiner  Deutung ­
  in  ingene  21.
Eu  zeigt  sich  in  heutu  heuto  96  —  98,  eutho  87,  so  wie  in
dem  entstellten  terue  25.  29.  36.  47.  76.  83.  93  =  treuua.
Dagegen  finden  wir  in  nur  in  iuda  80.  Dieses  Verhältnis  zwischen ­
  eu  und  iu  spricht  dafür,  die  Urschrift  dieser  Gespräche
nicht  weit  in  das  9.  Jahrhundert  hinein  zu  setzen.  Ebenso
dürfen  wir,  da  eu  alemannisch  und  bairisch  nicht  oft  erscheint
(alem.  Gr.  §.  61.  bair.  Gr.  §.  84),  fränkisch  dagegen  sehr  beliebt ­
  war,  dieses  eu  als  Dialectzeichen  in  Anschlag  bringen.
I  erscheint  ungebrochen  in  gistra  81.  Unmittelbar  vergleicht ­
  sich  Wistragou  in  den  Annal.  S.  Amand.  bei  Pertz
Mon.  I,  8.  Auch  sonst  mangeln  nicht  für  i  =  gemeinem  e
Belege,  so  aus  den  niederfränkischen  Psalmen  LIII.  LVIII,
aus  den  Pariser  Virgilglossen  und  vereinzelt  aus  andern  fränkischen ­
  Mundarten.
Unechtes  i  der  Endung  erscheint  in  guarin  60,  guali  75,
guandi  60.
1  für  e  =  ei  finde  ich  in  ne  uitst  —  ne  wet  90.  Ich
belege  sein  fränkisches  Vorkommen  durch  Natelifius  Pol.  Irm.
187.  Nadelivia  Pol.  Remig.  16.  Adeliva  Pol.  Irm.  265.  Winlif
            
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