Ueber die Bruchstücke eines fränkischen Gesprächbüchleins.
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Wir finden a für e westfränkisch in Arcantildis Pol.
Irin. 27. Hildigarnus 255, abgesehen von den Eigennamen mit
barct-, -bardus, in denen das a wie in den späteren Eigennamen
in -bracht auch anders gedeutet werden kann. — Die
Pariser Virgilglossen haben uuaruo 697, alpant 70, krasso LVI.
Aus jüngerer Zeit führe ich an: warden (inf.) Cleve 1304,
Lacombl. III. n. 34. barsten (inf.) Selentrost 139. b. Wierstraat
SO 1 —gart: gespart Herbort 2131. 11824. gare: gespare 5215.
valt, valde 1355. Hessische Urk. III. n. 1279.
Altes a ist gegen Verdumpfung geschützt in guali 75
gualo 86, wogegen sich das o in guole 106 zeigt. Bis heute
wird wal in fränkischen Dialecten festgehalten.
Dagegen hat sich o zu a geöffnet in ualde 61. gualdestu
66, sarden 83. Zwar nicht in diesen Worten, aber in vielen
andern vor Consonanten aller Classen könnte ich solches o
statt a namentlich aus ripuarischem (kölnischem) und oberhessischem
Dialect vorführen.
Zu bemerken ist altes a in der Präposition za 60, die
sonst mit irrationalem e erscheint: te 16, ze 24. 29. — Dreimal
zeigt sich das Präfix ga: quasa 27. casa 80. gauathere 101,
wogegen ge (gue, que) 15. 26—28. 45. 80. 105 und go (co)
65. 69. 74. 82 auftritt.
In Endungen erscheint a mehrfach als unechter Vocal;
vgl. unten die Flexionen. — Ausser diesen Fällen des verschiedenen
a in Stämmen und Endungen tritt es als Zwischenlaut
in Consonantenverbindung auf in garaben 16. canet 34.
35. 36, also in anlautender Doppelconsonanz. Vgl. alem. Gram.
§. 9, bair. Gr. §. 4.
Ä die gewöhnliche Länge des a in unserem Denkmal,
woneben sich aber auch e als Vertreter zeigt: guer 31. 93
cver 37, wahrscheinlich auch ge 25. Wir haben darin jene
alte Färbung des ä, die in allen fränkischen Mundarten den
Rhein hinauf noch in mittlerer Zeit ihre Spuren hinterlassen hat.
Aus dem Westfränkischen gebe ich absichtlich spätere
Belege: Gunthivera 700 Pardessus n. 452. Imneredus Septeredus
Sinderedus 700. n. 452. Redualdus Raedbrectus 721. n. 519.
Wademerus 730. n. 547. Cochemerus 1102. Pol. Irmin. 371.—
Aus den deutsch-fränkischen Gebieten: Rethere c. 1079. Lacombl.
Urk. I. n. 242. Retherus 1127. ebd. n. 302. greve 1249.
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