lieber die Bruchstücke eines fränkischen Gesprächbüchleins.
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bette 62, gualigot 75, cathenen 91. Andererseits fällt zusammengehöriges
auseinander: go Nego 64, gua liehe, co lemenger 82,
cad henens 91.
Die Undeutschheit des Schi'eibers verräth ferner seine
Verlegenheit das deutsche w zu bezeichnen. Ausser dem selten
gewählten u = uu setzt er nach romanischer Art gewöhnlich
gu dafür, einmal cv 37, dreimal hu 90. 91. 99. — Ferner
braucht er für g vor e im An- und Inlaut gu, viermal qu.
Weniger entscheidend ist der unechte Vorstoss von h vor vocalischen
Anlaut, der auch bei deutschen Schreibern häufig genug
vorkommt, ebenso wie der geläufige Abfall des echten anlautenden
h. Entschieden romanisch ist der Schwund von auslautendem
t bei an 8, a-nsco 9. 55 und guesenda 105, worüber
zu vergleichen ist Diez Gram. 1, 224. f. 316. Schuchardt Voealismus
des Vulgärlateins 1, 118-—122.
W. Grimm hatte in der Abhandlung von 1849 S. 15 und
im Nachtrag S. 10 f. sich bemüht, nach den Unterschieden
der lautlichen Verhältnisse verschiedene Theile abzusondern.
Bei der zweiten, auf reicheres Material gestützten Untersuchung
musste er bereits einiges früher gesagte abändern und er kam,
abgesehen von den anfangenden Glossen (1—-12) auf drei Verfasser:
13—36, 37—79, 80—106.
Ich glaube an diese drei Verfasser nicht. Ein wesentlicher
Grund dagegen ist, dass das überlieferte in sichtlicher
Unordnung vorliegt und sicher zusammengehöriges nicht selten
w'eit von einander gerissen ist. Die Grimm’schen Abtheilungen
nehmen darauf gar keine Rücksicht. Ausserdem kann ich auch
in der schriftlichen Wiedergabe keine entscheidenden Gründe
für die dreifache Verfasserschaft entdecken, wobei überdiess
vorausgesetzt werden müsste, dass wir das überlieferte in der
ursprünglichen Gestalt unverändert durch Copistenhand besässen,
was ich durchaus läugne.
In der vorliegenden schriftlichen Form geht das schwanken
in Worten und einzelnen Buchstaben von Anfang bis zu
Ende, und die häufigeren Eigenheiten gehören nicht bloss
einem oder dem andern Theil der Gespräche. Die Verschweigung
von anlautendem h findet sich durch das ganze Denkmal,
die unechte Vorschiebung von h auf dem vaticanischen wie
auf dem Pariser Blatt, gue für ge kommt von 6—105 vor,
Sitzt», d. phil.-hist. CI. USI. Bd. IV. Hft. -19