Die Wohnsitze der Kelten auf der pyrenäischen Halbinsel.
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Vorkommen *. Seine Erwartung, dass dasselbe sich noch vermehren
lassen werde, ist vornehmlich durch Hübner’s Inscriptiones
Hispaniae Latinae in Erfüllung gegangen; durch die
Forschungen auf dem Gebiete der Epigraphik hat sich eine
ausserordentlich grosse Menge von Personen- und Gentilnamen
ergeben, die bis dahin so ziemlich unbekannt waren.
Es würde bei diesen Namen, nach Ausscheidung solcher,
welche griechischen oder römischen Ursprungs sind, hauptsächlich
darauf ankommen, die keltischen von den iberischen
abzusondern, was allerdings seine Schwierigkeiten hat. Zwar
versteht es sich von selbst, dass es unter den althispanischen
Namen eine grosse Menge von keltischen gibt, indessen ist
doch die Zahl derjenigen, welche mit ausserhispanischen, vornehmlich
gallischen übereinstimmen oder sich mit ihnen in
Vergleich stellen lassen, durchaus nicht so gross als man auf
den ersten Blick vermuthen sollte. Desto grösser ist freilich
die Uebereinstimmung in den Ableitungssylben, auf die wir
schon an verschiedenen Orten aufmerksam gemacht haben;
indessen diese allein bietet noch keineswegs einentsichern Beweis
für die gemeinsame Abstammung. So finden sich die aus
den inschriftlichen Ueberresten der keltischen Sprache 2 und
andern Quellen 3 bekannten Namen Camulos 1 , Cirata 5 , Clutamas
6 , Graptus 7 , Reburrus(?) 8 , Sedatus 9 , Segeia 1 " und
Sigovesus 11 auch in Hispauien 12 vor 13 .
1 Humboldt, Prüfung, S. 73 u. ff.
2 Vergl. Stokes, Gallische Inschriften (bei Kuhn und Schleicher, Beiträge zur
vergleichenden Sprachforschung. Bd. 2. S. 100 u. ff.). — Becker, Die inschriftlichen
Ueberreste der keltischen Spräche. (Bei Kuhn, a. a. O. Bd. 3.
S. 261 u. ff. S, 326 u. ff. S. 405 u. ff. Bd. 4. S. 129 u. ff.)
3 Vergl. die Zusammenstellung der Ableitungen bei Zeuss, Grammatica
Celtica. ed. 2. p. 762 fgg.
J S. Stokes, a. a. 0. S. 109; ebend. Andecamulos. Der Name findet sich
auch in Camolodunum.
5 Zeuss, 1. c. p. 796. 6 Zeuss, 1. c. p. 769. 7 Zeuss, 1. c. p. 786. 8 Zeuss,
l.c. p.779. 9 Zeuss, l.c.p.796. 10 Zeuss, l.c.p. 703. 11 Zeuss, l.c.p.856.
12 Camalus : Hübner, Inscriptiones Hispaniae Latinae. n. 417. — Camulates.
n. 4967, 34. — Oirrata. n. 2151. — Clutamus. n. 2584. n. 2633. — Graptus.
n. 216. — Rehurrus. S. unten. — Sedatus. n. 822. — Segeius. n. 2698 —
Secovesos. n. 2871.
13 Ausserdem bieten sich beispielsweise die Vergleiche:
Anteloius (Zeuss. 783. Kuhn. III. 197.): Antelus (n. 2387).