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Phillips.
11. Argiria. Der Name erinnert an die Stadt Iria
Flavia 98 .
12. Osicerdn ist von Humboldt unbeachtet geblieben. Der
Name Otzerri, welchen Erro auf einer Münze gefunden haben
will 99 böte zwar eine entfernte Analogie, ist aber doch zu
unsicher; vielleicht lassen sich Osset, Ossigi, Ossonoba in
Parallele stellen lno .
13. Ergavica 101 , bei Livius 102 Ergavia.
Aus der Zahl dieser wahrscheinlich iberischen Städtenamen
ist wohl Tritium (ohne Beinamen) hinwegzunehmen
und es bleiben somit deren zwölf übrig. Das einfache Bechenexempel,
welches demnach in Betreff dieser Städtenamen anzustellen
wäre, gäbe das Resultat:
9 sicher keltische 13 sicher iberische
2 möglicherweise keltische 12 wahrscheinlich iberische
TT 25
wonach das iberische Element unter allen Umständen als das
bei weitem über das keltische vorherrschende erscheint.
IV. Fluss- und Gebirgsnamen in ,Keltiberien‘.
Die grossen Flüsse, welche Keltiberien durchströmen,
sind der Durius, Tagus und sein Nebenfluss Tagonius,
Anas, Baetis, dann der Salo, die Areva, der Sucro und
der Turis oder Turius. Für die Namen dieser Flüsse lässt
sich wohl höchstens in Betreff des Durius ein keltischer Ursprung
annehmen 103 , aber auch dieser wird zweifelhaft, wenn
man den Namen Turius berücksichtigt.
Das Gleiche gilt auch von den Namen der beiden Gebirge
Idubeda imd Orospeda, von denen das eine die Ostgrenze
Keltiberiens bildet, das andere seine Ausläufer dorthin entsendet.
Humboldt 104 erklärt den ersteren durch bask. iduna,
99 S. oben.
99 Humboldt, a. a 0. S. 46.
100 Vergl. Hübner, 1. c. p. 166. p. 293. p. 1.
101 Hübner, 1. c. p. 419.
102 Liv., XL. 50. Vergl. Indiketen. S. 40. S. auch Humboldt, a. a. O. S. 100.
103 Vergl. Kiepert, a. a. O. S. 154, Note 2.
1°1 Humboldt, a. a. O. S. 69.