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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Die  Wohnsitze  der  Kelten  auf  der  pyrenäischen  Halbinsel.

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11.  Istonium.  Wenn  dieser  Name  sich  aus  dem  Baskischen
erklären  lässt,  so  läge  istuna  oder  iztuna,  welches  ,Kameel‘  bedeutet, ­
  fast  näher  als  das  von  Humboldt 73  vorgeschlagene
istilia,  ein  kleiner  See.
12.  Urcesa  7  *.  Die  Sylbe  Urc-  findet  sich  auch  in  mehreren ­
  Personennamen  vor,  z.  B.  Urcaliocus  (Hübner,  n.  2800),
Urcestar  (n.  2067),  Urchail(n.  2087),  Ur  chatetellus  (n.  2967),
Urcico  (n.  2818).
Von  diesen  zwölf  Namen  dürfte  zwar  Lama  als  nicht
quellenmässig  auszuscheiden,  aber  Lara  an  die  Stelle  zu  setzen,
Lutia  ausserdem  noch,  als  dreizehnter  iberischer  Städtename,
beizufügen  sein  75 .  Ausserdem  erwähnt  Stephanus  von  Byzanz 76
noch  eine  Stadt  ’Apßazr,,  -jzok'.q.  ev  KeXinßrjpta;  offenbar  ist  damit
eine  Niederlassung  der  Ärevaker  gemeint.

d.  Wahrscheinlich  iberische  Städtenamen.
Tritium  Magallum,  Tritium,  Verela,  Caesada,  Numantia,
  Clunia,  Termes,  Voluce,  Caravi,  Attacum,
Argiria,  Osicerda  und  Ergavica.
1.  Tritium  Magallum  (nicht  Tr.  Metall  um),  die  nordwestlichste ­
  Stadt  Keltiberiens;  sie  wird  bald  als  eine  Stadt  der
Autrigonen,  bald  der  Beronen  bezeichnet 77 .  Einige  nehmen
hier  zwei  verschiedene  Städte  an  und  dieser  Ansicht  ist  auch
Kiepert  gefolgt,  indem  er  nicht  fern  von  Tritium  Magallum
oder  Megallum  noch  ein  zweites  Tritium  verzeichnet,  welches ­
  keinen  Beinamen  hat,  wie  ein  solcher  einer  andern  Stadt
Tritium  in  der  Bezeichnung  Toboricum  beigelegt  wird.  Es
möchte  fast  wahrscheinlicher  sein,  dass  ein  solches  beinamenloses ­
  Tritium  gar  nicht  existirt  hat.  An  dem  iberischen  Ursprung ­
  des  Namens  ist  wohl  nicht  zu  zweifeln;  eine  Erklärung
aus  dem  Baskischen  hat  auch  Humboldt  nicht  versucht;  das

73  Humboldt,  a.  a.  O.  S.  46.
74  S.  Prüfung  des  iber.  Ursprunges.  S.  35.
73  S.  oben  S.  734.  Wegen  Lara  s.  oben  S.  740.
76  Steph.  Byz.  v.  ’Apßaxr,.
77  Vergl.  Hübner,  1.  c.  p.  394.
            
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