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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Die  Wohnsitze  der  Kelten  auf  der  pyren  frischen  Halbinsel.

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zeichnet 57 .  Humboldt 58  vergleicht  damit.  Mal-iaca  in  Asturien, ­
  Mal-aca  und  Mal-ceca.  Es  ist  ganz  richtig,  dass  im
heutigen  Baskischen  malda  einen  Bergabhang  bezeichnet,  ob
aber  davon  Malia,  wie  jener  Gelehrte  annimmt,  abzuleiten
sei,  lässt  sich  nicht  mit  Gewissheit  annehmen.  Es  fehlt  auch
an  iberischen  Münzen,  deren  Inschriften  hierüber  nähere  Auskunft ­
  geben  könnten.  Allein  jene  Zusammenstellung  scheint
nicht  in  Beziehung  auf  sämmtliche  Namen  statthaft  zu  sein,
indem  wenigstens  der  Name  Malaca  sich  aus  dem  Punischen
erklären  lässt 59 ,  da  robü  eine  Werkstatt  (officina  fabrorum)
bedeutet  und  Malaga  mit  dergleichen  Werkstätten  reichlich
versehen  gewesen  zu  sein  scheint  ;  auch  ist  die  auf  mehreren
Münzen  dieser  Stadt  vorkommende  Feuerzange  neben  dem
Haupte  des  Kabiren  ein  deutlicher  Fingerzeig  auf  diese  Herleitung ­
  des  Namens.
3.  Turiasso.  Es  dürfte  kaum  ein  Zweifel  obwalten,  dass
dieser  Name  in  die  Kategorie  der  vielen  gehört,  welche  mit
-ura  (Wasser),  näher  noch  mit  iturria,  welches  Wort  im  Baskischen ­
  ,Quelle'  bedeutet,  zusammenhängt 60 .
3.  Bcdsio.  Humboldt 01  zieht  zur  Erklärung  dieses  Namens ­
  das  bask.  Valsa  herbei,  worunter  eine  ,Pfütze'  verstanden
wird.  Es  wäre  nicht  ausser  der  Art,  wenn  auch  dieser  althispanische ­
  Städtename  sich  mit  Lutetiae  und  Arelate 6 ' 2
in  Parallele  stellen  könnte.  Balsa  schlechthin  heisst  eine  Stadt
in  Bätica.
5.  Bursao  wird  von  Boudard  aus  dem  bask.  lortz,  welches ­
  ,fünf'  bedeutet,  erklärt 03  und  darnach  das  Hervorgehen
der  Stadt  aus  fünf  iberischen  Familien  angenommen;  dem  entspräche ­
  etwa  ,Fünfhaus'  bei  Wien.  Humboldt  hat  diesen
Namen  gar  nicht  in  Erwägung  gezogen,  er  würde  ihn  aber

51  Appian,  De  reb.  Hisp.  cap.  77.
58  Humboldt,  a.  a.  0.  S.  47.
69  Oesenius,  Monum.  linguae  Phoen.  p.  424.  Schröder,  Die  phönizische
Sprache.  S.  140.
80  Humboldt,  a.  a.  O.  S.  34.
61  Humboldt,  a.  a.  O.  S.  40.
62  Vergl.  Glück,  Die  keltischen  Namen.  S.  32.
83  Boudard,  Numismatique  Iberienne.  p.  178.
            
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