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Phillips.
1. Augustobriga. Es finden sich in Hispanien zwei Städte
dieses Namens: ausser der keltiberischen eine bei den Vettonen.
Aller Wahrscheinlichkeit nach sind sie sämmtlich nach Analogie
von Flaviobriga und Juliobriga 20 römische Gründungen; bestanden
sie bereits vor der Ankunft der Römer in Hispanien,
so müssten sie wie Ilurcis in Gracchuris 21 ihre Namen verändert
haben.
2. Nertobriga. Denselben Namen führt auch eine Stadt
im Lande der Celtici 22 . Er erklärt sich aus dem gallischen
Worte nert, nerth, welches die Bedeutung von virtus, fortitudo
hat 23 und sich in dem Namen Nertomarus 24 , vielleicht auch
in Nerthus 25 , ausserdem auch noch im griech. a-vrjp und im
lat. Nero wiederfindet 2fi .
3. Arcobriga. Dieser Name hat sich auch in zwei Inschriften,
die jedoch einer andern Stadt angehören, erhalten 27 ,
doch ist mit demselben wohl nicht die keltiberische, sondern
eine in Gallaecia belegene Stadt gemeint, die vielleicht mit
Ardobriga identisch ist. Dass jener Name auf einer hybriden
Composition von -briga mit dem lat. arcus beruhe, wie Humboldt
annimmt 28 , ist nicht wahrscheinlich, denn sonst könnte
man auch den Namen der Arabrigenses auf der Brücke von
Alcantara für eine Composition mit dem lat. -ara halten, was
bei dem öfteren Vorkommen der Silbe ara- in iberischen Namen,
z. B. Aravi, Aratiski u. s. w., unzulässig erscheint.
Nach Analogie von Augustobriga, Caesarobriga, Cottaeobriga
und Flaviobriga möchte überhaupt vermutliet werden
dürfen, dass bei diesen Zusammensetzungen das Vorwort stets
ein Name sei; es böte sich in unserem Falle der Name Arquius
29 dar. Was aber alle Namen in diesen Composita, wie
2» S. oben Ä. S. 7.
21 S. Feslus, D. verb. signif. v. Gracchuris.
22 S. oben S. 13.
23 S. Ebel, Die Stellung des Keltischen. (Bei Kuhn, Beiträge zur vergleichenden
Sprachforschung. Bd. 2. S. 158.)
24 Ebel, Keltische Studien (Bei Kulm, a. a. O., Bd. 3. S. 6.)
25 Tacit., Germ.
20 Vergl. Curliue, Grundzüge der griech. Etymologie. S. 275.
27 Hübner, Inscript. Hisp. Latin, n. 765. n. 2419.
28 Humboldt, a. a. O. S. 65.
20 Hübner, 1. c. n. 632.