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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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P  li  i  11  i  p  s.

man  könne  aber  nichts  Gewisses  sagen  wegen  Veränderung
und  Unbedeutendheit  der  Orte;  in  bekannten  und  vorzüglichen
Gegenden  bleibe  eine  solche  Veränderung  nicht  verborgen,  denn
darüber  würde  von  den  geschwätzigen  Griechen  viel  geredet,
allein  barbarische  Gegenden,  die  weit  ausgedehnt  und  in  viele
kleine  Theile  zerspalten  seien,  böten  nicht  viel  Stoff  zum  Reden
und  die  Unbekanntschaft  mit  denselben  nehme  nach  dem
Grade  der  Entfernung  von  den  Griechen  zu.  Dessenungeachtet
sagt  Strabo  den  Keltiberern  nach,  sie  seien  zwar  einst  die  Wildesten ­
  gewesen,  doch  nunmehr  bereits  civilisirt 4S .  Obschon  der
Boden,  den  sie  bewohnten,  nicht  sehr  ergiebig  war,  so  mussten
sie  doch,  meint  Strabo,  sehr  zahlreich  sein,  da  Metellus  nach
der  Mittheilung  des  Posidonius  von  ihnen  sechshundert  Talente
erhob  1!) .  Dass  jener  die  Erzählung  des  Polybius  von  den  dreihundert ­
  Städten,  die  Tiberius  Gracchus  überwunden  habe,  verwerfe, ­
  ist  schon  erwähnt  worden,  sowie  auch  seine  Bemerkung,
wenn  man  annehmen  wollte,  Hispanien  habe  tausend  Städte
gehabt,  so  verwechsle  man  Städte  mit  Dörfern 50 .
4.  P1  i  n  i  u  s.
Indem  Plinius  zuerst  im  Allgemeinen  Völker  des  Tarraconensischen
  Hispaniens  namhaft  macht  und  dann  dieselben
nach  den  sieben  Conventus  juridici  vertheilt,  in  welche  diese
Provinz  zerfällt 51 ,  kommt  er  auch  mehrmals  auf  Celtiberi
und  Celtiberia  zu  sprechen.  Er  nennt  zuerst  die  Bastuli,
Mentesani,  Oretani  und  Carpetani,  dann  die  Vaccaei,
Vettones,  und  nach  diesen  die  Celtiberi  Arevaci,  und
bemerkt  dann  weiter,  dass  das  Land  der  Edetaner  an  die
Keltiberer  grenze.  Alsdann  gedenkt  Plinius  als  zum  Conventus ­
  Carthaginiensis  gehörig  der  Segobrigenses  als  des
caput  Celtiberiae 52  und  zählt  zu  dem  Conventus  Cluniensis
  die  Pelendones  mit  vier  keltiberischen  Völkern,
unter  denen  die  Numantini  berühmt  seien,  und  bezeichnet
48  Strabo,  1.  c.  cap.  2.  §.  15.
49  Strabo,  1.  c.  cap.  4.  §.  13.
50  Strabo,  1.  c.  §.  13.  i.  f.  S.  oben  S.  30.
51  Plin.,  Hist,  nat.,  Lib.  III.  cap.  3.  n.  18.
52  Plin.,  1.  c.  n.  25-
            
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