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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Phillips.

in  die  Gegend  von  Bilbilis  verlegt;  sein  Name  bat  sieb  in
dem  Moncayo  bei  Soria  erhalten.  Ist  jene  Nachricht  begründet, ­
  so  müsste  Gracchus  schon  ziemlich  weit  von  dem  Felde
seiner  bisherigen  Thätigkeit  bis  in  die  nordöstlichsten  Gegenden
Keltiberiens  sich  entfernt  gehabt  haben.
Besser  als  diese  Nachrichten  lassen  sich  für  die  Grenzbestimmung ­
  Keltiberiens  nach  der  Auffassung  des  Livius  dessen
Angaben  über  die  Nachbarn  dieses  Landes  verwenden.  Als
solche  nennt  er  im  Westen  die  Carpetani  und  Vaccaei;
da  die  am  meisten  nach  Osten  belegenen  Städte  der  ersteren:
Ilarcuris,  Complutum,  Mantua,  Titulcia,  Alces  und
Consabrum,  der  letzteren:  Pintia,  Kauda  und  Cauca  sind,
so  lässt  sich  dadurch  approximativ  bestimmen,  wo  Livius  sich
die  Westgrenze  Keltiberiens  gedacht  hat.  —  Schliesslich  möge
noch  bemerkt  werden,  dass  Livius  von  den  einzelnen  keltiberischen
  Stämmen  nur  die  Berones  und  Arvaci 34 ,  vielleicht
auch  die  Pelendones  namhaft  macht;  neben  den  Arvaci
werden  nämlich  die  Cerindones  erwähnt 35 ,  ein  Name,  der
wohl  in  der  obigen  Weise  zu  verbessern  sein  dürfte.'
3.  S  t  r  a  b  o.
Dieser  dem  augusteischen  Zeitalter  wie  Livius  ungehörige
Schriftsteller  bemerkt,  dass  Keltiberien  anfange,  sobald  man  den
Idubeda  überschritten  und  bezeichnet  es  als  ein  ausgedehntes
unregelmässiges  Land 36 .  Der  grösste  Theil  desselben  ist  rauh
und  wird  von  Flüssen  durchströmt;  der  Anas,  der  Tagus  und
die  Mehrzahl  derjenigen,  die  nachher  zu  Flüssen  werden  und
in  den  westlichen  Ozean  strömen,  entspringen  in  Keltiberien.
Unter  diesen  fliesst  der  Durius  bei  Numantia  und  Segontia
vorbei,  der  Bätis  aber,  der  auf  dem  Orospeda  entspringt,  fliesst
durch  Oretanien  nach  Bätjca 37 .  Von  den  Keltiberern  westlich
sind  die  Berones,  die  Nachbarn  der  cantabrischen  Konisker
und  selbst  aus  der  keltischen  Wanderung  hervorgegangen 38 .
34  Liv.,  Fragm.,  lib.  XCI  (ed.  Weissenb.  Tom.  X.  276.)
35  Liu.,  1.  c.
36  Straboj  Lib.  III.  cap.  4.  §.  12.
37  Strdbo,  1.  c.
38  Strabo,  1.  c.
            
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