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Phillips.
Cappagum 71 , Ipagrum 72 . — Es erübrigt noch der Stamm,
welchen die gedachte Inschrift Aebisoc nennt; dieser Name
wird von keinem Schriftsteller, vielleicht auch nur noch in
einer Inschrift genannt; um so wichtiger ist es, dass wir mehrere
iberische Münzlegenden besitzen, welche wenigstens aller
Wahrscheinlichkeit nach ihn in der Form Aoib’-s't wiedergehen
7S .
Aus dem Gebiete der Bracari sind ausserdem noch
folgende Namen hervorzuheben: zunächst der der Hauptstadt
Bracara selbst. Der Ursprung dieses Namens ist doch wohl
im Vergleiche mit Gallia bracata als keltisch anzusehen,
obwohl Kiepert entgegengesetzter Ansicht zu sein scheint.
Das Bedenken hiergegen konnte von der Endung -ara- hergenommen
werden, die viel häufiger in hispanischen als in
gallischen Namen als Ableitungssylbe angetroffen wird. Beispiele
der ersteren Art sind: Besaro, Bomarus, Calarius,
Ebarus 74 , EoL i l tt rq i m 75 , Jammarus 7G , lc°s"r e nq i, ¥ 77 , Ismarus
Lacarus, Mearus, Tammarus, Talabara, Talabarus 78 ,
während als gallische Namen sich Arar, Adarus, Isara,
Namarini, Samarobriva anführen lassen 711 . Die beiden
Städtenamen Salaniana und Salacia gehören zu einer ziemlich
zahlreichen Classe von Namen, die mit Sal- anfangend
durchaus unkeltisch zu sein scheinen. Das bei Humboldt gegebene
Verzeichniss 80 lässt sich noch bedeutend vermehren,
z. B. Salabis, Salambina, Salauris, Salmycia, Salpensa,
Saltiates. Für manche derselben vermuthet Humboldt Zusammenhang
mit dem lat. Sal, welche Ableitung er jedoch für
andere ausdrücklich fern hält. Wir bemerken im Vorübergehen,
dass auch eine mauritanische und eine tingitanische
77 Plin., III. 3, 15.
72 Hübner, 1. c. n. 1515.
73 Leg. 68 u. ff.
74 Hübner, 1. e. n. 2324. n. 4370. n. 751.
75 Leg. 127.
70 Hübner, 1. e. n. 2942.
77 Leg. 147.
73 Hübner, 1. c. n. 4968 (4). n. 770. n. 2947. n. 2492. n 453. n. 171.
79 Zeuss, 1. c. p. 778. p. 779.
80 Humboldt, a. a. O. S. 71.