Die Wohnsitze der Kelten auf der pyrenäischen Haihinsel.
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Nächst den vorhin erwähnten C a p o r i 2ä , welchem Namen
ein anderer inschriftlich vorkommender Taporus sehr nahe
kommt 26 , wären in diesen Gegenden im Einzelnen noch folgende
Namen hervorzuheben: Lambriaca und Lambris,
Turoca und Tuda, die drei Brunnenorte Aquae Cilenae,
Originae und Querquernae, ferner Talamina, Uttaris,
Ocelum, Olina und der Flussname Na via. Was zunächst
Lambriaca anbetrifft, so wurde schon darauf hingewiesen,
dass die Endung -äca ihrem Ursprünge nach zweifelhaft sei 27 ;
einen sehr keltischen Anldang haben diese Namen nicht, wohl
aber erinnnert man sich dabei der an der lusitanischen Küste
belegenen Insel Landobris bei Ptolemäus, während Marianus
sieLanucris nennt 2S . Für Turoca bieten sich viele iberische
Analogien 29 : Turbela, Turdetani, Turduli, Turiasso,
Turissa, Turmodigi, Turmuli und die drei Flussnamen
Turia, Turium und Turulis 30 , woneben freilich auch die
Stadt Turobriga vorkommt, in deren Namen wohl nur die
zweite Hälfte keltisch sein dürfte 31 . Dagegen ist für Tu de
in dem Beinamen Tuditanus, welchen ein Zweig der Sempronier
führte, keine Analogie zu suchen, obgleich derselbe
auf einer in jener Gegend gefundenen Inschrift angetroffen
wird 32 . Die Griechen wollten in dem Namen Tude, der dann
auch T y d e geschrieben wurde, eine Beziehung auf Diomedes,
den Sohn des Tydeus finden und fabelten nach ihrer Weise
von einer frühen Ankunft griechischer Colonien auf der West-25
Hübner, 1. c. Index Geogr. p. 748, stellt es als möglich hin, dass in der
Inschrift p. 606 vielleicht Cap orus enthalten sein könnte, wahrscheinlich
ist dies jedoch nicht.
26 Hühner, 1. c. n. 408 (? 453). n. 519. 520. 521. n. 880. n. 950. n. 1018.
Vergl. auch Plin., 1. c. §. 118. Medubricenses qui Plumbari, Ocelenses,
Turduli qui Barduli et Tapori. Auch ist damit der Name Talori ebend.
n. 760, (s. noch n. 736 u. 776,) zu vergleichen.
22 S. oben S. 8.
28 Vergl. meine Abhandlung über eine zu Castellon gefundene iberische Inschrift.
S. 8.
29 Vergl. Humboldt, a. a. O. S. 34.
30 Turiga gehört nicht hieher, denn dafür ist Curiga zu lesen. Vergl.
Hübner, 1. c. p. 134.
31 Kiepert, a. a. O. S. 157. Karte.
32 Hübner, 1. c. n. 2514.