Die Wohnsitze der Kelten auf der pyrenäisehen Haihinsel.
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Die drei Hauptstämme dieser Keltiker waren die Artabri,
die Lucenses (bei Ptolemäus Aou'/ivcjiot) und die Bracarii.
Von den zuerst Genannten sagt Plinius, dass sie eigentlich
den Namen , Arotrebae‘ führten 3 . Ausser diesen dreien
leitet Strabo auch noch andere Stämme Hispainens, namentlich
die zwischen Areva und Pisoraca wohnenden Berones von
jener vorhin erwähnten Heerfahrt der Celtici ab 9 , jedoch ohne
sonst näher anzugeben, dass dieselbe sich so weit östlich erstreckt
habe.
Indem wir auf’s Einzelne eingehen, tritt zunächst jener
Name der Arotrebae entgegen. Glück erklärt treb durch
habitaculum, vicus, oppidum; das Wort läuft parallel mit dem
deutschen .Dorf' 10 . Die Partikel ar bedeutet im Keltischen so
viel als lat. ad n und so scheint Arotrebae so ziemlich mit
dem gallischen A-treb-ates übereinzustimmen 12 . Es hat auch
Manches für sich, den Namen der Stadt Con-treb-ia hieher
zu ziehen und es würde derselbe sich einfach aus con, welche
Partikel in keltischen Namen das Gemeinschaftliche ausdrückt,
als gemeinsame Wohnung' erklären lassen. Kiepert sthnmt
sowohl in Beziehung auf Arotrebae, als auch auf Contrebia
jenem Gelehrten bei 14 , Humboldt hingegen hält Contrebia
für einen iberischen Namen 15 . Es wurde bereits bei anderer
Q-elegenheit darauf aufmerksam gemacht 16 , wie die Form Contrebia
an sich nicht für eine iberische gelten könne und wie
die Stadt im Iberischen Qonooriba heisse. Wäre also Contrebia
seinem Ursprünge nach wirklich keltisch, so müsste Qonooriba
ein iberisirter Name sein.
nicht den des Zerstörens; für schädigen, verwüsten, zerstören werden im
Baskischen ganz andere Ausdrücke gebraucht.
8 Plin., 1. c. §. 114.
0 Strabo, 1. c. cap. 4. §. 12.
10 S. Glück, Die bei C. J. Cäsar vorkommenden keltischen Namen. S. 29.
S. 39.
11 Glück, a. a. O. S. 32.
12 Glück, a. a. O. S. 38. Note 1.
13 Glück, a. a. O. S. 64 u. f.
14 Kiepert, Beitrag zur alten Ethnographie der iberischen Halbinsel. S. 152.
15 Humboldt, a. a. O. S. 87.
18 S. meine Abhandlung über das iberische Alphabet. S. 12.