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Phillips.
der neuesten Zeit durch Mül len hoff in dem ersten Bande
seiner ,Deutschen Alterthumskiuide' abgehoben worden 12 ; zugleich
hat Kiepert dazu eine schöne Karte geliefert. Die Untersuchungen,
welche Müllenhoff über die Ora maritima des
Avienus angestellt hat, haben ihn zu der Ansicht geführt, dass
dieser Schrift ein vor der Einwanderung der Kelten verfasster
phönizischer Periplus und zwar in einer vielfach interpolirten
griechischen, beziehungsweise massalitischen Uebersetzung aus
dem fünften Jahrhundert v. Chr. zu Grunde liege, die dann
Avienus selbst noch in seiner Weise ausgeschmückt 13 hätte.
Die vielfach bestrittene Glaubwürdigkeit des Avienus hat
schon Uleert mit Erfolg in Schutz genommen 11 und Müllenhoff,
welcher mit Scharfsinn alle jene Interpolationen auszuscheiden
sich bemüht, steht im Uebrigen auch dafür ein. Ohne weder
das hohe Alter des ursprünglichen Periplus, noch dessen Glaubwürdigkeit
anzufechten, scheint uns die Behauptung, dass, weil
der Name der Kelten in der Ora maritima nicht genannt wird,
der Periplus in die Zeit vor der Einwanderung dieses Volksstammes
gehöre 15 , doch zu weit zu gehen.
Die Angabe des Avienus bestätigt jedenfalls die Lage
des Landes der Kyneten und damit mittelbar auch die Wohnsitze
der Kelten in der Nähe des Anas. Polybius 16 aber kennt
jenen Stamm unter dem Namen der Kävioi und die Römer
nannten das weit in das Meer sich hinaus erstreckende Promontorium
sacrum den Cuneus 17 , zu dessen Erklärung-Diefenbach
18 andeutungsweise die Bedrängniss Hispaniens 19
durch die Kaninchen (Cunicu 1 i) berührt 20 . Es möchte ferner
nicht in Zweifel zu ziehen sein, dass mit dem Namen des
Volkes der Conii auch der einer grossen Stadt in Verbindung
12 S. in der angeführten Schrift S. 73 — S. 202.
13 Müllenhoff a. a. O. S. 202.
14 Ukert, Geographie der Griechen und Römer. Bd. 2. Abth. 1. S. 473—484.
15 Müllenhoff a. a. O. S. 106.
16 Polyb., Hist. Lib. X. cap. 7.
17 Strabo, Geogr. Lib. III. cap. 1. S. 4. Vergl. oben Note 3.
18 Diefenbach a. a. 0. S. 26.
19 Strabo 1. c. cap. 2. S. 6.
2° Vergl. Hehn, Kulturpflanzen und Hausthiere. S. 337.