Die Wohnsitze der Kelten auf der pyrenäisclien Halbinsel.
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und bezeichnet als denselben benachbart die rX-Tjra; r> , welche
Theopomp 0 TX^tec zu benennen scheint 7 . Beide Namen haben
in der ihnen nach dem Alphabete zukommenden Stellung bei
Stephan von Byzanz Aufnahme gefunden, allein die Bezeichnung
TXvjTec dürfte doch nur auf einem Schreibfehler beruhen,
da aus einer geringen nach links gezogenen Verlängerung des
oberen Striches des Gamma sehr leicht ein Tau entstehen
konnte. Auch Herodor lässt die rXvjTec, deren Name sowol
an G a 1 a t a e, als auch an C e 11 a e erinnert 1 , wie Herodot
neben den Kyneten, Theopomp aber neben den Tartessiern
wohnen.
Die Kyneten, deren Andenken nicht unwahrscheinlich
durch zwei iberische Münzlegenden K‘ nit erhalten wird 8 , sind
ausserdem sowol dem poetischen Avienus, als auch Polybius
bekannt. Jener lässt durch ihr Gebiet den Anas fliessen 9
und sie neben den Cempsi 1 " wohnen; als Nachbarn dieser
aber erscheinen bei ihm auch noch die Ileates 11 . Dem langgefühlten
Bedürfniss einer neuen Ausgabe des Avienus ist in
xiavoQ, ETcetia os 6 PoSavog. — s. v. Kuv7jttxov. p. 174. K. ’Iß7]p(a<; totto<;
TcX^aiov toxeavoü. ’HpoScopog oexattp twv xaQ' 'HpaxXda oi olxouvTEg Kuvrjxs;
xai Koyjijaiot.
5 Steph. Byz. p. 93. rX7]T£c, l'Ovo? ’lßijpixov p.sxa tou? Ktjvrjta? HpoBtopoi; osxata>,
6 Steph. Byz. p. 279. TXfjTE?, s'Ovo? ’lß7jpixov, 7CSpioixouv tou? TapTrjaatou«;.
ösoTuop-Ttoi; TEaaapaxoCTtcp tce^tctw.
7 Vergl. Diefenbach, Celtica. II. 2. S. 25.
8 Boudavd, Numisinatique Iberienne. PI. XXIY. n. 6. 7. 8. Auch Boudard
glaubte früher diese Legenden den Kyneten zuweisen zu sollen, während
er nunmehr der Ansicht ist, sie gehörten der Stadt Cinna an. S. p. 221.
9 Avien. Or. maritim, v. 205. Anas amnis illic per Cynetas effluit | sulcatque
glebam. Müllenhoff in der im Text angeführten Schrift hebt S. 112
hervor, dass Avienus sich widerspreche, wenn er nachher (v. 223) den
Anas als die Grenze der Kyneten bezeichnet; allein dieser Widerspruch
wäre wol nicht gar so gross, da der Fluss an einigen Stellen die Grenze
bilden, an andern innerhalb des Landes fliessen konnte.
10 Avien. 1. c. v. 200. inde Cempsis | adjacent populi Cynetum. (Vgl. Müllenhoff’
a. a. O. S. 105.)
11 Avien. 1. c. v. 301. atque inde rursus usque Cempsorum sata | Ileates agro
se feraci porrigunt. — S. Müllenhoff\ a. a. O. S. 129. Hier wird ,eine
Combination mit den ’lyXijTE? — TX^te?, auf die Jemand gerathen könnte 4 ,
für ,unerlaubt 4 erklärt. Ist sie wirklich so unerlaubt? Suchen doch auch
andere Schriftsteller die Wohnsitze der FX^te«; in diesen Gegenden.