Des Beatus Rlienanus literarische Thätigkeit.
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Exemplars und wünscht, dass die hohen geistlichen Würdenträger
Roms für die kritische Ausgabe der Kirchenväter Sorge
tragen möchten; an sehr alten Handschriften und gelehrten
Männern sei doch zu Rom kein Mangel. —
Die Recognition des Rhenanus versah die Ausgabe mit
Randnoten, die oft kleine Commentare werden, sowie er denn
auch viele Lesarten besserte. Die Rücksicht auf die Lernbegierigen
und Studenten der Theologie leitete ihn auch hier
und liess ihm auch die sog. Idistoria tripartita anreihen, trotzdem
er sich über ihre Entstehung und ihren Werth nicht
täuschte. 1 Mühe genug schuf ihm diese Arbeit, bei der ihm
aber doch eine griechische Handschrift des Theodoritus zu
Statten kam, die ihm die Predigermönche aus der Bibliothek
des Cardinais Johannes von Ragusa geliehen hatten. Auch in
dieser Arbeit tritt uns sein strengkirchlicher Sinn und bereits
ein Keim jener ängstlichen Besorgniss entgegen, die ihn später
der Sache der Reformation völlig entfremdete. Als er von der
getreuen Schilderung des Arianismus spricht, bemerkt er: ,Wenn
man dies liest — wie jener aus kleinen Anfängen bis zu
solchem Verderben für die Welt entbrannte — so muss man
befürchten, dass auch wir durch unsere allzu heftigen Streitigkeiten
in ähnliches Unheil gerathen. Anfänglich hätte man dem
Arianismus wehren können; wie viel Blut aber ist, als der
Streit länger währte, auf beiden Seiten vergossen worden!
Sehr wahr sagt Plautus: Feliciter sapere qui alieno periculo
sapiant/ Den Schluss der Epistel bilden Lobsprüche auf Turzo,
der ihn durch die Schenkung einer Schale und einiger Römermünzen
hoch erfreute. 2 Dem folgten einige kurze Angaben
1 Von der Tripartita iiussert er: Nullus apud Latinos extet über pari inseitia
uel socordia traetatus, nullus prodigiosioribus maculis contaminatus:
peruersionem dicas, non uersionem. Das Zeitalter Cassiodor’s nennt er
unglücklich quando cum Romano Imperio optimis simul literis profligatis
barbaries apud Italos non solum in Palatio, sed etiam in scholis regnare
coepit. Ueber seine Arbeit daran bemerkt er: Nam qui primo nolebam
esse ingeniosus in alieno libro, dum tot soloecismis et barbarismis offendor
cogor uel inuitus quosdam insigniores ac intolerabiliores lapsus castigare....
uide uel emendando uel mutando nihil profici, nisi denuo quis interpretatur,
ita misere uertit Epiphanius.
2 Unde merito ingratus censeri debeam, si non adnitar, ut tanti Principis
liberalitati lucubratiunculis meis qua licet respondeam et paratissimi