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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Horawitz.

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schon  von  grossem  Gewinn  —  überall  zeigt  das  Scliriftchen  den
Erasmus  als  Vater.  1  Das  Exemplar  des  Hollonius  war  an  einigen
Orten  schadhaft,  natürlich  konnte  da  Rhenanus  seinem  Emendationstrieb
  nicht  widerstehen.  2
1520  erschien  bei  Froben  in  Basel  ein  Buch,  auf  dessen
gerändertem  und  mit  Scenen  aus  der  Geschichte  des  Mutius
Scaevola  geschmücktem  Titelblatte  Johannes  Frobenius  sich  an
die  Freunde  der  Wissenschaft  wendet  und  sie  zum  Ankäufe
der  vorliegenden  Panegyriker  einladet.  Seine  Absicht,  sagt
er  dabei  sei,  die  Sache  der  Wissenschaft  durch  Herausgabe
alter  Autoren  zu  fördern,  desshalb  lasse  er  nun  so  viele  Panegyriker ­
  erscheinen,  als  ihm  zu  erhalten  möglich  gewesen  wäre.
Bei  dem  Drucke  habe  er  sich  grösstentheils  an  die  Handschrift
des  Rhenanus  gehalten,  welche  ihm  dieser  nach  seiner  Gewohnheit ­
  mit  Anmerkungen  versah  und  freundlich  übermittelte,
nichts  verweigernd  ,  was  den  Lernbegierigen  von  Nutzen  sein
könnte.  Die  Inhaltsangabe  des  Buches,  die  auf  der  Rückseite
des  Titelblattes  folgt,  straft  übrigens  die  Worte  des  Frobenius
Lügen,  denn  neben  den  alten  Panegyrikern  begbgnen  uns  auch
vier  zeitgenössische.  Neben  dem  Panegyrikus  des  jüngeren
Plinius  an  Trajan,  dem  für  Maximian  und  Constantinus,  dem
für  Theodosius,  dem  für  Constantin,  dem  P.  des  Mamertinus
lür  Julianus,  des  Nazarius  für  Constantinus,  dem  Panegyrikus
Heduorum  nomine  Constantino  Augusto,  dem  Panegyrikus  Constantino
  Aug.,  dem  Panegyrikus  Maximiano  Aug.  dictus,  der
Oratio  des  Eumenes  pro  scholis  Cliviensibus  instaurandis,  dem
Panegyrikus  Maximiano  Aug.  dictus  a  Mamertino,  dem  Genethliacus
  Mamertini  Maximiano  Aug.  dictus,  dem  Panegyrikus
Ausonii,  quogratias  egit  Gratiano  Aug.  finden  wir  hier  auch
den  Panegyrikus  des  Hermolaus  Barbaras  über  Kais.  Friedrich ­
  und  Maximilian,  den  Panegyrikus  des  Erasmus  an  Philipp
von  Burgund  bei  seiner  Rückkehr  aus  Spanien,  den  P.  des
Pandulph  Collenutius  an  Maximilian,  den  P.  des  Georgius
1  Sowol  stili  candore  facilitate  et  argutia,  nihil  poenitendum  nihil  triuiale
continet,  sed  ex  optimis  dumtaxat  autoribns  decerptos  elegantiarum
flosculos.
2  Zum  Schlüsse  der  Dedicationsepistel  lässt  er  den  Lehrer  der  jungen
Leute  Wilhelm  Nesen  (uiro  non  minus  integro  quam  erudito)  grüssen,
der  in  Zwingli’s  Correspondenz  uns  so  oft  begegnet.
            
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