Horawitz.
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schon von grossem Gewinn — überall zeigt das Scliriftchen den
Erasmus als Vater. 1 Das Exemplar des Hollonius war an einigen
Orten schadhaft, natürlich konnte da Rhenanus seinem Emendationstrieb
nicht widerstehen. 2
1520 erschien bei Froben in Basel ein Buch, auf dessen
gerändertem und mit Scenen aus der Geschichte des Mutius
Scaevola geschmücktem Titelblatte Johannes Frobenius sich an
die Freunde der Wissenschaft wendet und sie zum Ankäufe
der vorliegenden Panegyriker einladet. Seine Absicht, sagt
er dabei sei, die Sache der Wissenschaft durch Herausgabe
alter Autoren zu fördern, desshalb lasse er nun so viele Panegyriker
erscheinen, als ihm zu erhalten möglich gewesen wäre.
Bei dem Drucke habe er sich grösstentheils an die Handschrift
des Rhenanus gehalten, welche ihm dieser nach seiner Gewohnheit
mit Anmerkungen versah und freundlich übermittelte,
nichts verweigernd , was den Lernbegierigen von Nutzen sein
könnte. Die Inhaltsangabe des Buches, die auf der Rückseite
des Titelblattes folgt, straft übrigens die Worte des Frobenius
Lügen, denn neben den alten Panegyrikern begbgnen uns auch
vier zeitgenössische. Neben dem Panegyrikus des jüngeren
Plinius an Trajan, dem für Maximian und Constantinus, dem
für Theodosius, dem für Constantin, dem P. des Mamertinus
lür Julianus, des Nazarius für Constantinus, dem Panegyrikus
Heduorum nomine Constantino Augusto, dem Panegyrikus Constantino
Aug., dem Panegyrikus Maximiano Aug. dictus, der
Oratio des Eumenes pro scholis Cliviensibus instaurandis, dem
Panegyrikus Maximiano Aug. dictus a Mamertino, dem Genethliacus
Mamertini Maximiano Aug. dictus, dem Panegyrikus
Ausonii, quogratias egit Gratiano Aug. finden wir hier auch
den Panegyrikus des Hermolaus Barbaras über Kais. Friedrich
und Maximilian, den Panegyrikus des Erasmus an Philipp
von Burgund bei seiner Rückkehr aus Spanien, den P. des
Pandulph Collenutius an Maximilian, den P. des Georgius
1 Sowol stili candore facilitate et argutia, nihil poenitendum nihil triuiale
continet, sed ex optimis dumtaxat autoribns decerptos elegantiarum
flosculos.
2 Zum Schlüsse der Dedicationsepistel lässt er den Lehrer der jungen
Leute Wilhelm Nesen (uiro non minus integro quam erudito) grüssen,
der in Zwingli’s Correspondenz uns so oft begegnet.