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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Pfizmaier.

¥  jjßji  Sie-ping  war  im  Stande,  die  Vorschriften  zu
beobachten.  Er  brachte  Ordnung  in  die  eigene  Sparsamkeit
und  Anspruchslosigkeit.  Ein  einziger  grüngelber  Mantel  ward
durch  zehn  Jahre  nicht  gewechselt.  Als  man  ihm  aus  Gnade
eine  hellrothe  Schürze  hinzugab,  legte  er  ihn  zum  ersten
Male  ab. 1
Als  Tseng-tse  in  Wei  lebte,  trug  er  einen  Mantel  von
alter  Flockseide  ohne  äusseren  Theil.  Durch  zehn  Jahre  beschaffte ­
  er  kein  Kleid.  2
König  Tschuang  von  Tsu  trug  eine  dünne  Mütze  mit
Bändern,  ein  hochrothes  Kleid,  einen  weiten  Mantel  und  ordnete ­
  die  Lenkung  seines  Reiches.  3
Als  Tse-sse  in  Wei  lebte,  trug  er  einen  Mantel  von  alter
Flockseide  ohne  Futter.  Tien-tse-fang  schickte  ihm  einen
weissen  Fuchspelz.  Er  fürchtete,  dass  Jener  es  nicht  annehmen
werde  und  sagte  zu  ihm:  Wenn  ich  den  Menschen  etwas  leihe,
vergesse  ich  es  sogleich.  —  Tse-sse  nahm  es  schliesslich
nicht  an.  4
Die  vornehme  Frau  des  oberen  Ursprünglichen  stieg  von
dem  Himmel  herab.  Kaiser  Wu  trug  einen  Mantel  des  rothen
Reiffrostes.  Derselbe  hatte  glänzenden  Schmuck  der  Wolken,
verworrene  Farben.  Es  war  nicht  Brocat,  nicht  buntes  Stickwerk, ­
  man  konnte  den  Namen  dafür  nicht  finden.  5
Der  grosse  Zugesellte  Yang-siün  hiess  Leute
Sün-teng  entgegen  gehen.  Er  sprach  mit  ihm,  doch
Jener  antwortete  nicht.  Er  schenkte  ihm  wieder  einen  Tuchmantel. ­
  Jener  nahm  ihn  an,  trat  vor  das  Thor  und  entlieh
sich  von  den  Menschen  ein  Messer.  Er  schnitt  den  oberen
Theil  des  Mantels  von  dem  unteren  ab  und  legte  beides  an
verschiedenen  Orten  vor  dem  Thore  Siün’s  nieder.  Ferner  rief
er  mit  lauter  Stimme,  hackte  und  stach.  Die  Menschen
glaubten  damals,  dass  er  wahnsinnig  sei.  Später  wusste  man,

1  Das  Buch  der  Tkang.
2  Das  Buch  Tsckuang-tse.
3  Das  Buch  Me-tse.
4  Der  Garten  der  Reden.
5  Die  inneren  Ueberlieferungen  von  dem  Kaiser  Wu  von  Han.
            
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