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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  einige  Kleidertrachten  des  chinesischen  Alterthums.

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Zu  den  Zeiten  Yü’s  von  Hia  kam  das  Reich  Khiü-seu
und  machte  grobe  Tücher  sowie  Pelze  zum  Geschenk.  1
Tschün-yü-kuen  besuchte  ^  ||[5  Tseu-ki
und  sprach:  Ist  ein  Fuchspelz  auch  abgenützt,  man  kann  ihn
nicht  mit  dem  Felle  des  gelben  Hundes  ausbessern.  Ki  sprach:
Ja.  Ich  empfange  ehrerbietig  die  Belehrung.  Ich  bitte,  Weisheitsfreunde ­
  wählen  zu  dürfen,  ohne  dass  ich  kleine  Menschen
zwischen  sie  einmenge. 2
Su  -  thsin  erklärte  sich  gegen  ü  ^  Li  -tai.  Dieser
schickte  ihm  Pelze  von  schwarzem  Marder  und  hundert  Pfunde
gelben  Goldes.

Su-thsin  sprach  vor  dem  Könige  von  Thsin  und  reichte
ein  Schreiben  empor.  Er  reichte  ein  solches  zehnmal  empor,
jedoch,  was  er  sprach,  ward  nicht  ausgeübt.  Die  Pelze  von
schwarzem  Marder  nützten  sich  ab,  die  hundert  Pfunde  gelben
Goldes  gingen  zu  Ende.  Seine  Gestalt  war  vertrocknet.  Als
er  ’  heimkehrte,  stieg  die  Gattin  seinetwegen  nicht  von  dem
Webstuhl  herab,  die  Schwägerinnen  kochten  seinetwegen  nicht.

Jemand  sagte  zu  dem  Landesherrn  von  Meng-tschang:  Die
Balken  des  grossen  Ahnentempels  sind  nicht  die  Aeste  eines
einzigen  Baumes.  Der  Pelz  der  tausend  Pfunde  Goldes  ist
nicht  der  Pelz  eines  einzigen  Fuchses. 3
Ki-tse  von  Yen-ling  gelangte  nach  Tsi.  Er  sah,  dass  auf
dem  Wege  Gold  zurückgelassen  worden.  Es  war  im  Sommer,
im  fünften  Monate.  Es  zeigte  sich  ein  Mensch,  der  einen  Pelz
trug  und  Reisig  sammelte.  Ki-tse  rief  ihn  und  hiess  ihn  das
Gold  nehmen.  Der  Reisigsammler  sprach:  Ich  trage  im  fünften
Monate  einen  Pelz  und  sammle  Reisig.  Bin  ich  Einer,  der
Gold  ausgibt  ?  4

1  Die  Darlegung  der  Geschlechtsalter  der  Kaiser  und  Könige.
2  Die  späteren  Worte  des  Frühlings  und  Herbstes.
3  Die  Tafeln  der  kämpfenden  Reiche.
4  Der  Frühling  und  Herbst  von  U  und  Yue.
            
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