Ueber einige Kleidertrachten des chinesischen Alterthums.
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In der höchsten Verkündung des Kaisers Wen von Yü-kin
heisst es: Einst zog Kao-tsu von Han sein Kleid aus und bekleidete
damit Han-sin. Kuang-wu löste das breite Band und behängte
damit den Gürtel Li-tschung-sching’s. Es waren Vorgesetzte
der Menschen, die zu ihrer Zeit hochschätzten und ehrten die
Verdienste, das Höchste der Anstrengung des Herzens. Ich beschenke
den Heerführer auf grossartige Weise mit der hellrothen
Schürze, die der König von Wei an dem Gürtel getragen,
und mit der Mütze des fernen Wanderns. 1
Als die zu dem Geschlechte Puan gehörende Gemalin
Sün-kiuen’s schwanger war, träumte ihr, dass ein Mensch ihr
ein Drachenhaupt übergab. Sie empfing es mit der Kniebedeckung
und gebar Liang. 2
Die Schürzen sind von Schün verfertigt worden.
Der Himmelssohn trägt eine hellrothe Schürze. Die
Lehensfürsten tragen rothe Schürzen. Roth ist eine vollkommene
Farbe.
In den Zeiten des hohen Alterthums gab es noch keine
Tücher. Die Menschen verzehrten das Fleisch der wilden
Thiere und kleideten sich in deren Felle. Sie verstanden es,
die Vorderseite zu bedecken, sie verstanden es noch nicht,
die Rückseite zu bedecken. Als endlich die Kopfbedeckung
und die Kleidung Schtin’s vorgerichtet waren, verfertigte man
diese wieder. Man vergass dabei nicht auf das Alterthum. Die
Schürze hat drei Namen. In der Vorhalle des Hofes nennt
man sie ]pj| Pi. In den Stammhäusern und Ahnentempeln
nennt man sie jp^ Mei und Hö. 3
Die fünf Obergewaltigen erhoben sich abwechselnd, die
Waffen des Kampfes ruhten nicht. Die Schürzen waren kein
Schmuck der Krieger. Hierauf entfernte man die Schürzen. 4
1 Die Denkwürdigkeiten von Wei.
2 Die Denkwürdigkeiten von U.
3 Die nothwendigen Bedeutungen der fünf Bücher.
4 Die von Tung-pa verfassten Denkwürdigkeiten der Sänften und Kleider
von Han.