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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  einige  Kleidertrachten  des  chinesischen  Altertums.

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m  %  U-yeu  war  der  Enkel  des  sparenden  Mannes 1
von  Siang  in  Kiao-tung.  Was  seine  Gemüthsart  betrifft,  so
raubte  er  einem  reichen  Manne  des  Volkes  fünfhundert  Kupfermünzen ­
  und  erhandelte  für  seinen  Vater  ein  einfaches  Kleid.
Sein  Vater  fürchtete  sich.  Er  hiess  ihn  mit  dem  einfachen
Kleide  sich  zu  dem  Thore  begeben  und  sich  entschuldigen.
Yeu  schickte  das  einfache  Kleid  seinem  Vater. 2
Gegen  das  Ende  der  Han  machte  das  Volk  des  Berges
m  Y »  rothe  Tücher  zum  Geschenk.  Liang-ki  liess  daraus
Kleider  verfertigen.  Er  nannte  dieselben  £  ft  Tan-I  ,mennigrothe
  Kleider'.  Die  Geschichtsschreiber  sagen  jedoch:  ^  jp.
Tan-I  ,einfache  Kleider'  sind  die  heutigen  Kleider  mit  grossen
Aermeln.  Die  Zeichen  sind  verschieden,  der  Laut  ist  derselbe.
Man  weiss  nicht,  was  recht  ist. 3
Der  Fürst  von  Tsao  wollte  M  ^  Tso-thse  tödten
  und  ging  mit  ihm  zu  dem  Markte  hinaus.  Plötzlich  verlor
er  Thse  aus  dem  Gesichte.  Er  liess  den  Markt  verschliessen
und  Jenen  suchen.  Man  sagte  sich  weiter:  Auf  einem  Auge  ist
er  blind.  Er  trägt  ein  Kopftuch  von  Flachsleinwand  und  ein
einfaches  Kleid.  Wir  haben  ihn  ganz  nahe  gesehen.  —  Auf
dem  einzigen  Markte  waren  mehrere  zehntausend  Menschen
auf  einem  Auge  blind,  trugen  ein  Kopftuch  von  Flachsleinwand
und  ein  einfaches  Kleid.  Schliesslich  wusste  man  nicht,  wen
man  ergi'eifen  solle.  4
Seit  dem  Zeiträume  Yung-kia  (307  bis  312  n.  Chr.)  kleideten ­
  sich  die  vorzüglichen  Männer  und  die  Grossen  um  die

Wette  in  die  einfachen  Kleider  der  Lernenden.  Die  Einsichtsvollen ­
  wunderten  sich  und  sagten:  Dieses  ist  das  Tuch
der  Trauerkleider  des  Alterthums.  Dass  die  Grossen  sich  damit
kleiden,  ist,  weil  die  Himmelssöhne  später  schmerzvoll,  nachdenklich ­
  am  Abend  ausfahren  werden. a

i  ^  üj-  Si-fu  ,der  sparende  Mann 1  war  eine  den  Vorrathskammern
der  Seidenstoffe  Vorgesetzte  Obrigkeit.
5  Die  alten  Ueberlieferungen  der  Greise  von  Tschin-lieu.
3  Die  Geschichte  des  Auflesens  des  Hinterlassenen.
4  Die  Ueberlieferungen  von  göttlichen  Unsterblichen.
5  Die  Geschichte  des  Snchens  der  Götter.  Die  Ausfahrt  am  Abend  bedeutet
den  Tod  des  Himmelssohnes.  Min  (schmerzvoll)  und  *j^  Hoai
            
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