572
Pfizmaier.
T
Einst war der kaiserliche Yao König- über die Welt. Die
Kleider mit schwarzweissem Schmuck, die Schuhe ans gröbsten
Seidenfäden, wenn sie nicht abgenützt und verbraucht waren,
wurden sie nicht neu angefertigt. 1
Kaiser Hing von Wei vermuthete, dass die Kleidung der
drei Fürsten: das Drachenkleid und die Edelsteinmütze, mit
derjenigen des Himmelssohnes Aehnlichkeit habe. Er verminderte
deren bunte Farben und den Farbenglanz. 2
Im Süden des Districtes Siang-yi befindet sich der Fluss
Hoan, befindet sich der Fluss * Sui. Die Ueberlieferung
sagt: Die Flüsse Sui und Hoan entspx-ingen in i=D ^ Wentschang
(Schmuck und Farbenglanz). Desswegen gibt es daselbst
weissschwarzen Schmuck, schwarzgrünen Schmuck, Hornblatt,
Goldbrocat, Sonne, Mond, Blumen und Thiere. Man reicht
dadurch die kaiserliche Kleidung des stammhaltenden Ahnentempels
des Himmelssohnes. 3
Das Kleid des rothen Fasans.
Der rothe Fasan ist der Bergfasan. Pie ,rother Fasan'
ist so viel als jj^ Pie ,hastig 1 . Dieser Vogel ist von Gemüth
hastig. Er kann sich im Leben nicht beugen und muss sich
tödten. Desswegen zeichnet man sein Bild auf die Kleider.
Hierdurch wird vorgestellt, dass der Mensch das Masshalten
der Festigkeit ergreift. 4
Die Kleidung und die Edelstein mütze des rothen Fasans ist
die Kleidung, in welcher der König den früheren Fürsten 5 opfert,
in der er ferner bewirthet und mit Pfeilen schiesst. 6 Man erscheint
in ihr an dem Hofe des Himmelssohnes, hilft bei dem Opfer.
Für das ursprüngliche Kleid und das hochrothe untere Kleid gebraucht
man Blumen, Thiere, Hornblatt, Feuer, Weinbecher des
Stammhauses in dreifachem Farbenglanz. Durch Zeichnen bildet
1 Die sechs Köcher.
2 Das Buch Fu-tse.
3 Die Ueberlieferungen von den Gewohnheiten des Districtes Tschin-lieu.
4 Die erklärten Namen.
5 Die früheren Fürsten sind die Nachkomen Hei-tsu’s.
6 Der König bewirthet die Gäste und übt sich mit den Lehensfürsten im
Pfeilschiessen.
I