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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

lieber  das  rad.  Arzneibuch  des  Meisters  Bartholomaeus.

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Eine  oder  mehrere  Uebersetzungen  des  Macer  sind  auch
enthalten  in  drei  Münchner  Hss.  und  zwar:
Cgm.  376.  XV.  4°.  178  Bl.
1—90  Ortolf
91—113  Heilkraft  von  Kräutern
114-170  Mac  er  de  viribus  herbarum,  deutsch
170—176  Namen  von  Kräutern,  lateinisch  und  deutsch.
„  433.  XV.  4°.  122  Bl.
1—102  Mac  er  de  viribus  herbarum,  deutsch
103—122  Von  Behandlung  des  Weins  und  von  Bereitung ­
  des  Essigs.
„  722.  XV.  4°.  131  Bl.
1  —  78  Magistri  Bartholomaei  ihtroductiones  et  experimenta
  in  practicam  Hippocratis  Galeni  Con'stantini
79  —131  Mac  er  de  viribus  herbarum,  deutsch.
Welche  von  den  beiden  Uebersetzuugen  der  Wiener  Hss.
in  diesen  drei  Hss.  der  k.  Hof-  und  Staatsbibliotheken  enthalten
sind,  überlasse  ich  denen  zu  entscheiden,  die  Einsicht  zu  nehmen
sich  in  der  Lage  befinden.  Ich  mache  darauf  aufmerksam,  dass
Cgm.  376  der  deutsche  Macer  mit  Ortolf  erscheint,  wie  in
der  Wiener  Hs.  2962,  das  voran  gehende  Stück,  Heilkraft
von  Kräutern,  wird  wohl  nur  der  Apuleius  sein.  Die  Namen
von  Kräutern  lat.  und  deutsch  stehen  auch  in  der  grossen
Breslauer  Hs.  In  Cgm.  433  erscheint  der  Macer  mit  einem
Stücke,  worüber  im  Abschnitt  A.  XXII.  In  Cgm.  722  geht  dem
Macer  vorher  der  Bartholomaeus  wie  in  der  grossen  Breslauer ­
  Hs.  und  wie  beide  neben  einander  in  den  Wiener  Hss.
2524,  2531,  2977,  5305  u.  s.  w.  Dürfen  wir  daraus  schliessen,
dass  der  Macer  und  der  Bartholomaeus  von  einem  und
demselben  deutsch  gemacht  wurde?
Damit  werden  auch  diesmal  nicht  alle  Hss.  zusammen
gebracht  sein.  Es  werden  unter  den  anonymen  Kräuterbüchern,
die  in  dem  Catalogus  etc.  der  deutschen  Hss.  verzeichnet  sind,
noch  Abschriften  des  deutschen  Macer  wenn  nicht  auch  eine
und  die  andere  neue  Uebersetzung  verboi’gen  sein.  Wie  steht
es  damit  in  den  andern  Bibliotheken?  Wohin  gehören  die
Virtutes  herbarum  in  der  schon  oben  angezeigten  Giessen  er
Hs.  ?  Ich  hoffe,  dass  diese  Fragen  sich  mittels  Hülfe  der  von  mir
            
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