lieber das rad. Arzneibuch des Meisters Bartholomaeus.
541
Eine oder mehrere Uebersetzungen des Macer sind auch
enthalten in drei Münchner Hss. und zwar:
Cgm. 376. XV. 4°. 178 Bl.
1—90 Ortolf
91—113 Heilkraft von Kräutern
114-170 Mac er de viribus herbarum, deutsch
170—176 Namen von Kräutern, lateinisch und deutsch.
„ 433. XV. 4°. 122 Bl.
1—102 Mac er de viribus herbarum, deutsch
103—122 Von Behandlung des Weins und von Bereitung
des Essigs.
„ 722. XV. 4°. 131 Bl.
1 — 78 Magistri Bartholomaei ihtroductiones et experimenta
in practicam Hippocratis Galeni Con'stantini
79 —131 Mac er de viribus herbarum, deutsch.
Welche von den beiden Uebersetzuugen der Wiener Hss.
in diesen drei Hss. der k. Hof- und Staatsbibliotheken enthalten
sind, überlasse ich denen zu entscheiden, die Einsicht zu nehmen
sich in der Lage befinden. Ich mache darauf aufmerksam, dass
Cgm. 376 der deutsche Macer mit Ortolf erscheint, wie in
der Wiener Hs. 2962, das voran gehende Stück, Heilkraft
von Kräutern, wird wohl nur der Apuleius sein. Die Namen
von Kräutern lat. und deutsch stehen auch in der grossen
Breslauer Hs. In Cgm. 433 erscheint der Macer mit einem
Stücke, worüber im Abschnitt A. XXII. In Cgm. 722 geht dem
Macer vorher der Bartholomaeus wie in der grossen Breslauer
Hs. und wie beide neben einander in den Wiener Hss.
2524, 2531, 2977, 5305 u. s. w. Dürfen wir daraus schliessen,
dass der Macer und der Bartholomaeus von einem und
demselben deutsch gemacht wurde?
Damit werden auch diesmal nicht alle Hss. zusammen
gebracht sein. Es werden unter den anonymen Kräuterbüchern,
die in dem Catalogus etc. der deutschen Hss. verzeichnet sind,
noch Abschriften des deutschen Macer wenn nicht auch eine
und die andere neue Uebersetzung verboi’gen sein. Wie steht
es damit in den andern Bibliotheken? Wohin gehören die
Virtutes herbarum in der schon oben angezeigten Giessen er
Hs. ? Ich hoffe, dass diese Fragen sich mittels Hülfe der von mir