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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Haupt.

dem  der  da  swere  edemit,  daz  ist
der  brustsucht.  Der  selbe  trank
weichit  den  buch.  Der  knobelouch
mit  bonen  gesotin  vil  daz  zustozin
vfi  di  dunninge  ynde  daz  houbit
mite  bestrichen  hilfit  swem  daz
houbit  we  tut.  Der  knobelouch  mit
gensin  smalze  genumen  vn  in  eime
scaffin  zulazin  Tn  warm  in  daz  ore
gerungin  hilfet  swemizswert.  Der
knobelouch  mit  hanin  smalze  zulazin ­
  vn  genuczit  hilfit  dem  yme
den  hustin.  Der  knobeloch  ro  eder
gesotin  genuczit  machit  heise  stimme ­
  heil.  Der  knobelouch  gestözin
mit  aldeme  smere  vn  tf  allir  hande
swlst  geleit,  si  zuget.  Swelich  wegeyertich
  man  knobelouch  nuelitirn
nuzzit  der  endarf  nichhein  vromede
  wazzir  zu  trinkene  noch  luft.
schuen.  Sven  ein  hunt  gebizet  der
stoze  knobelouch  mit  honige  vn
binde  daz  dar  ui.  Svelich  wip  nicht
kint  trage  di  ezze  knobelouch  vn
phorren  so  wirt  se  berhaft.

Nim  knoblauch  vn  honen  vnd
stöz  di  mit  einander  vn  seut  di  vnd
leg  si  auf  den  slaf  dem  daz  houbt
wo  tut.
Dem  daz  or  we  tut  daz  sol  daz
tvn  in  sein  or.

Gesoten  knoblauch  ist  gut
für  den  husten  vnd  benimet  daz
souftzen.
Der  heiser  ist  der  esse
knoblauch  roh  vn  gesoten  vil  ist
doch  gesoten  bezzer.
Wer  di  seuch  hat  ober  mase
der  nem  heuerinen  grucze  vn  knoblauch ­
  vil  side  die  mit  ein  ander  vnd
nucz  di.  Ab  du  knoblauch  czu
swimmendem  smalcz  mischest,  iz
inist  kein  geschwulst  so  groz  legz
drauf  ez  verget  da  von.  Der  morgens ­
  nuhtern  knoblauch  nuczt  dem
mag  weder  vngesunt  wazzer  noch

vngesunt  luft  nit,  geschaden.
Vergleicht  man  die  beiden  Hände  in  der  Hs.  2962,  so
springt  in  die  Augen,  dass  die  zweite  weniger  Unsinn  zu  Tage
fördert  als  die  erste,  beiden  lag  offenbar  je  eine  mehr  oder
weniger  verdorbene  Hs.  vor,  die  wahrscheinlich  über  das  XV.
Jahrhundert  zurück  gereicht  hat.  Hätte  den  beiden  Schreibern
auch  ein  viel  besserer  Text  Vorgelegen,  ja  der  beste,  er  reichte
gewiss  nicht  zu  der  feinen  und  geschmeidigen  Weise  jenes  Textes
hinan,  der  uns  leider  nur  in  kaum  einem  Viertel  des  Ganzen
in  der  Hs.  2524  erhalten  ist.  Wie  viel  dieser  wahrhaft  ausgezeichnete ­
  Text  in  zweihundert  Jahren  eingebüsst  hat,  kann
man  sehen  aus  der  Hs.  5305.
Ausser  den  hier  betrachteten  Wiener  Hss.  2524,  2977,
5305,  14545  und  2962  kenne  ich  noch  folgende  :
            
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