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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  das  md.  Arzneibuch  des  Meisters  Bartholomaeus.

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von  der  dev  nicht  mait  ist  di  besaiehet  sich,  nim  ein  vingerlein,
da  ein  agstain  inne  sei  vnd  begeuz  daz  mit  weich  prunn.  swelche  daz
getrinchet  di  nicht  maid  ist  di  besaiehet  sich.
Daz  ist  ein  guete  ertznei  vor  di  vloch.  nim  laugen  vnd  mische  sei
mit  gaizzeinem  pluet  vnd  sprenge  da  mit  swa  dv  hin  wellest,  dv  pist
sicher  var  (!)  vlochen.
von  den  egeln.  Swem  man  di  egeln  setzen  wil.  als  man  soi  gerangen ­
  hat,  so  schol  man  sei  legen  in  ein  rainez  wazzer  vnd  schol  auf
sei  werfen  saltz  (f.  87 v )  vnd  schol  sei  lazzen  ligen  in  dem  wazzer  ainen
halben  tach  vnd  schol  si  dann  auz  dem  wazzer  nemen  vnd  legen  in  ein
ander  wazzer  dez  rain  sei,  vnd  schol  in  geben  dar  in  prosem  vnd  fenichel
  vnd  ander  guet  chraut,  vnd  schol  si  also  haben  zwen  tage,  vnd
daz  wazzer  schol  man  aines  in  dem  tag  wandeln  vnd  swä  man  wil  da
dev  peizze  da  schol  man  pluet  hin  streichen.
von  dem  rosen  oel.  Swer  rosen  oel  machen  wil,  der  schol  nemen
guet  oel  vnd  giezz  daz  oel  in  ein  peche  da  rainez  wazzer  inne  sei,  vnd
schol  daz  wol  vnder  einander  ruoren,  so  vellet  daz  pose  von  dem  öle
an  den  grünt,  vnd  schol  daz  öle  nemen  vnd  legen  in  ain  peche  vnd
rosen  dar  zue,  vnd  schol  daz  auf  ein  gluet  setzen  vn  schol  iz  also  lazzen
wallen  auf  der  gluet  zwen  tag  gar  sampft,  alle  tag  ein  guet  weil,  man
schol  hueten  daz  icht  lauges  dar  zv  chvm,  vnd  schol  dannc  daz  61  nemen
vnd  setzen  an  di  sunne  vnd  lazzen  dar  an  steil  vier  tag,  vnd  schol  denn
di  rosen  auz  dem  oel  drukehen,  vnd  schol  sev  denn  hin  werfen,  vnd
schol  ander  frisch  rosen  dar  in  legen  vnd  setzen  an  die  sunne  vnd
lazzen  dar  an  sten  drei  tag.
von  dem  vergiht.  nim  weibos  spunne  milich  vnd  honichsaim
vnd  ezzeich  vnd  saltz  allez  in  geleicher  wäge  vn  temper  iz  wol  vnder
einander  vnd  salbe  dich  da  mit,  wand  für  daz  vorgicht  ist  iz  guet.  Amen.
Blatt  88  enthält  nur  Federproben  von  den  verschiedensten
Händen.  Eine  derselben  hat  noch  im  XV.  Jahrh.  88 1 '  folgende
Sprüche  und  Anfänge  in  9'/a  Zeile  hintereinander  geschrieben:
Junger  weib  sinn  vnd  alter  mann  minn  vnd  junger  ros
lauffen  schol  nymand  tewr  chauffen.
Ich  pin  eilend  ach  got  daz  wend!  mich  czimpt  in  meinen
sinnen  tet  waschen  als  wol  als  minnen.  Iz  wurt  manigew
waschen  an  laug  vnd  an  aschen  etc.
wol  auf  nach  cherzzen  magdalcn  Jekol  wil  nach  chrichen
  gen.
Sitzb.  d.  phil.-liist.  CI.  LXXI.  Bd.  III.  Hft.

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