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Haupt.
Spuren gäbe, die ,burnde‘ Nessel allein reichte hin, um uns
die Quelle zu verrathen. Der bairisch-österreichische Schreiber
verstand den Ausdruck gar nicht, denn sonst hätte er ihn in
,heiternezzel‘ oder brennende Nessel u. dgl. umsetzen müssen.
Grobe Missverständnisse liegen ebenfalls vor. Werthvoll bleibt
der Auszug aber in mehr als einem Betracht; für die wichtigen
Stücke der Gynäkologie, die in den späteren Auszügen erscheinen,
leistet er Gewähr, da besonders die alte Pg. Hs. 2524
gerade hier bedenklich wortkarg ist. Wer diese alten Arzneibücher
nur zum Theil gelesen hat, weiss was breiten Raumes
die Weisungen ad prouocandum coitum, pro pene stimulando
et stringendo, ad menstruum prouocandum u. s. w einnehmen.
Ja, wenn man die Fülle von Rece'pten pro abortu artiticiali
oder wie es hier meist heisst ad menstruum prouocandum liest,
so hat man einen Einblick in das fromme lind gottselige Mittelalter
von einer Seite, die sonst mit historischem Dunkel und
Dünkel versteckt wird.
,3. Hieher gehört auch die Pp. Hs. 3217. In dieser Nummer
sind eigentlich mehrere Hss. vom Buchbinder schon im XV. Jahrhundert
vereinigt worden, und zwar:
a 1 —13, b 14—26, c 27 —42, d 43—80, endlich e 81—128.
Dieses letzte Stück geht uns hier allein an, denn nur dieses
enthält auf 81 r —118 T und 128 r Auszüge aus dem B a r t h o 1 omaeus
und zwar in folgender Gestalt:
81 r —84 r mit der Ueberselirift:
Liber Bartholomaei. Constantini. ypocratis. Galieni
den Brief des Pseudo-Aristoteles an Alexander über
die Pflege des Leibes.
84 r —87 r Vom Aderlässen besonders mit dem ,ventosen.‘
Ueber diese zwei Stücke wird weiter gehandelt werden
in A Abschnitt VIII.
Hierauf folgen diese Recepte:
87 r wildv trunchen werden, nim rüten sämen vnd mule den
wol in einem morser vnd leg den in wein. Swelich mensch daz getrinchet.
daz wirt trunchen gar.
wild dv di vloch all totten. nim ein heslein mieten vnd schabe
di schone vn pestreich daz mit pochs pluet oder mit einer vohen vnslide
vnd stecke ez vnder di vlöhe, si springent all dar an.