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Haupt.
und. trotz Fr. Pfeiffers Berichtigung' noch irre führt! Eine
Abschrift verwahrt die k. k. Hofbibliothek, wie schon oben
gesagt wurde unter Suppl. 2763. In dieser Hs. ist die Mundart
wie in der Breslauer die mitteldeutsche.
5. In der k. k. Hofbibliothek zu Wien findet sich mit
der Bezeichnung 15106 eine bisher vollständig unbekannte Pg.
Hs. in 4°, die Seite zu zwei Spalten noch im XIV. Jahrhundert
in der ursprünglichen mitteldeutschen Mundart geschrieben.
Diese Hs. besteht leider nur mehr aus 50 Blättern, ist daher
unvollständig. Ausserdem leidet sie noch an einem Gebrechen.
In der Vorlage müssen einzelne Blätter in Unordnung gewesen
sein, der Schreiber bemerkte diese Unordnung zu spät und
suchte dann durch Verweise die richtige Folge der Abschnitte
herzustellen.
6. Wieder eine bisher nicht erkannte Hs. unseres medicinischen
Werkes in vier Büchern befindet sich in der fürstlich
Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen.
Barack verzeichnet sie unter 785. Auch diese ist eine Pg. Hs.
in 4°, die Seite zu zwei Spalten noch im XIV. Jahrhundert in
der ursprünglichen mitteldeutschen Mundart geschrieben. Leider
ist sie ebenfalls unvollständig und besteht nur mehr aus
74 Blättern, da sie zum mindesten 127 zu zählen hätte, wie
sich aus der alten Zählung ergiebt. Es fehlen 29—46, 74—87,
93—96, 108—113, 115, 118—127.
7. Endlich die Wiener Pg. Hs. aus dem XV. Jahrh.,
von der in dieser Abhandlung ausführlich genug die Rede ist.
Damit sind bestimmt noch lange nicht alle Hss. verzeichnet,
die dieses Werk enthalten und im Staub der Bibliotheken
verborgen liegen. Die Cataloge thun alle medicinischen
Schriften in deutscher Sprache meist mit dem einzigen Wort
Arzneibuch ab und glauben damit ihrer Pflicht vollauf Genüge
gethan zu haben. 1 Hoffentlich wird sich dies zum Besseren
1 H. Hoffmann von Fallersleben verzeichnet Fundgruben I, 345 eine
Pg. Hs. in der städtischen Bibliothek zu Trier. Sie ist aus dem XV. Jahrhundert
133 Bl. in 8° und beginnt: ,Hye hebent sich an die Capitel des
buches Bartholomaei van Artzedie. 4 Das ganze ist in zwei Bücher
getheilt, deren erstes aus 165 und das zweite aus 185 Capiteln besteht.
Eine gereimte Vorrede eröffnet nach einer weit verbreiteten Sitte das
Werk. Wohin gehört dieses Werk? Ob in den folgenden Abschnitt?