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Höfler.
der besiegten, der römischen Welt zu Theil werden soll und
auf deren Begründung Rom in seiner dritten, kaiserlichen
Epoche so stolz war. Die nächste Umgebung Roms, seine damalige
Welt, hat Roms Uebennacht anerkannt; aus Hirten und
Räubern wurden Krieger, aus Kriegern Bürger, aus ihrem Anführer
ein König, ein Gesetzgeber, ein Ordner des Staates, ein
Hirte der Völker. Die Sühnung kann eintreten. Wie auf den
bluterfüllten aber doch göttlichen Cajus Julius der Vater des
Vaterlandes, der Bringer des Friedens, der Friedensfürst
Augnstus, folgt auf Romulus der Friedensfürst Numa, der
zweite Gründer Roms, von dem es heisst: jure urbem legibusque
ac moribus de integro condere poterat (Liv.), eine Stelle,
die Augustus und die Seinen wohl verstanden haben werden
und die ihnen wie Honigseim im Munde zerflossen sein mag.
Die Einseitigkeit des Romulus muss durch den Inhalt des
Andern ergänzt und ausgefüllt werden, zum blutigen Grunde
der unblutige sich gesellen, auf Krieg und Mord der höhere
Zweck des Mordens, die Herstellung der sittlichen und religiösen
Ordnung folgen, zur politischen die des Cultus, der mit
dem Staate sich identificirt. Remus und Tatius wurden verworfen,
Romulus und Numa sind sich gegenseitiges Complement,
sie sind nur der Janus unter den Königen Roms.
Auch Numa gehört noch den Göttern an, so gut wie der
zu den Göttern entrückte Romulus. Er steht nur, weil er der
Geschichte näher steht, in dieser Beziehung um eine Stufe
niedriger, den Menschen näher, den Göttern ferner, ist mehr
Mensch als Gott. Die Kraft, die sieben Tausend erschlägt,
braust nicht in seiner Rechten. Er ist nicht eines Gottes
Sohn, aber der Liebling einer Göttin. Vor ihm hat Romulus
die hundert Senatoren ernannt; er ist dafür der nicht minder
weise Ordner des Cultus und als dieser vom göttlichen Hauche
erfüllt, der ä'pywv ßactXs6<;; der andere der König Heerführer.
Im Richteramte, in der Darbringung der Opfer begegnen sich
wieder beide. Sie machen, Einer nach dem Andern, Alles
was in Rom an Fundamentaleinrichtungen besteht, und doch
ist in Rom eigentlich nichts gemacht, sondern Alles organisch
geworden! So setzt Numa den Romulus voraus, das Werk
des Romulus ist nur halb ohne das des Numa, der Eine bedingt
den Andern. Romulus ist Sohn eines Gottes, Numa