Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  eiue  Stelle  in  Aristoteles 1  Schrift  von  der  Seele.

431

zustimmen,  wenn  Torstrik  für  seine  Vermuthung,  es  sei  xa  xoiauTa
  statt  -avxa,  oder  besser,  weil  letzterem  näher  liegend,  xauxa
zu  lesen,  sich  auf  Themistius  und  Philoponus  beruft:  Themistius
  enivi  ubi  hunc  locum  interpretatur  xa  xotaüxa  scribit,  Philoponus
  ut  neutrum  xctvxa  legisse  cerlum  dt.  Dass  dies  letztere ­
  irrig  ist,  wird  sich  nachher  ergeben.  Der  Satz  evSs/exai
Be  xa!  Btat'psatv  pdvai  -avxa  kann  nach  dem  Wortlaut  einen  doppelten ­
  Sinn  haben,  entweder:  man  kann  aber  auch  alles  von
der  Btafpemc  sagen,  alles  nämlich,  was  von  der  xivOsx'.c  gesagt
worden,  also:  dass  in  ihr  das  b-Jjloc  liege  und  dass  auvOeat?  sei
so  gut  die  <feXij  wie  die  y.axa  /pivov,  was  ja  beides  auch  von
der  Biatpsai?  gilt,  wenn  darunter  die  negative  Aussage  verstanden
wird.  Oder  die  Worte  können  so  verstanden  werden:  man
kann  aber  auch  alles  O’.xipsc’c  nennen,  alles  wiederum,  was  wir
aivGeo-ic  genannt  haben.  Aristoteles  hat  bisher  nur  von  der
oiiv6scrt<;  gesprochen  und  unter  dieser  einen  Bezeichnung  xaxdund
  aTOpact?  zusammengefasst,  wie  er  es  füglich  konnte
und  auch  sonst  thut  z.  B.  Metaph.  1012  a  4.  So  kann  man,
bemerkt  er  hier,  die  Bezeichnung  owdpeoic,  die  sonst  nur  der
axöoamq  angehört,  mit  gleicher  Ausdehnung  wie  oövQeo«;,  von
beiden,  der  ar.oma'.c,  wie  der  xaxaipacn;  gebrauchen.  Von  diesen
beiden  Auffassungen  ist  letztere  die  der  griechischen  Erklärer,
und  sie  kann  kaum  mit  Grund  bekämpft  werden:  denn  wenn
auch  B’.aipecic  in  diesem  weiteren  Gebrauch  nicht  nachweisbar
sein  sollte  —  mir  ist  kein  Beleg  bekannt  —  in  dem  hiesigen
Zusammenhang  war  die  nach  dem  Sinne  des  Wortes  mögliche
Auffassung  nicht  unklar.  Simplicius,  um  mit  ihm  zu  beginnen,
schreibt:  s<p’  oXq  -äXiv  ü-ojxip.v^cy.et,  cxi  ev  guvOsusi  -avxto?  xo  d/suäo?-exxsiS-yj
  xal  xo  Xsuxbv  ouvaxov  [j.yj  Xeuxov  oivjOvjvat,  xa!  cxi  oux  aveu  Biatpicediq
  eext  guvOecju;,  Bio  y.a!  Biaipeoiv  pv)xSov  so’  wv  cuvOegi?.  Der  Sinn
ist  deutlich:  guvOegi?  ist  nicht  ohne  otafpecuc  und  daher  kann
man,  was  güvOegk;  genannt  wird,  auch  Biaipeut?  nennen:  wer
möchte  zweifeln,  dass  Simplicius  ixavxa  las?  Wortreicher  ist
auch  hier  Themistius:  guvxiOv)gi  Y“P  vqvixauxa  xw  xoioüxw  xo  xoiouxov
p.i)  ÜTtäp^eir  ei  Be  xi?  jj.vj  güvOsgiv  xa  xoiauxa  aXXa  StaipEGiv  X^yoi,
ouB’  oüxo<;  3cv  Xeyoi  xaxw?'  BiaipeGSi  eoixsv  r\  aTti^aoti;,  guvOegei  Be
f)  xaxctipaot? -  xa^a  Be  xa!  xävxa  BtafpEGi? -  a  Y®P  oavxacia  git/xe^u-[Jivwp
  Tiapa  xv;?  ahO-tps-uc,  resBeijaxo,  b  voüp  Btaipsc  r,  |xev  Y a P  ( '>?
Sv  ifavxaliExai  xov  ßaBi^ovxa  Swxpaxvjv,  6  vou?  Be  oiaipst  X w P l ?  I J - £V  T0
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.