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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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V  a  h  1  e  n.

muthung  jetzt  auch  bei  Aubert  und  Wimmer  zu  lesen  ist.
Politik  3,  11.  1281  b  12  öarap  y.a't  twv  ;j/>;  y.aXßv  xob<;  xaXoi?  ipaat
(Stacpepetv)  y.a't  Ta  YSYpajjtp.sva  töv  dXy)6tvtöv.
Aristoteles  fährt  fort  evSe/ETat  §e  y.a't  Stalpeaiv  tpdvat  xavra,
ein  Sätzchen,  welches  nicht  ohne  Grund  den  Erklärern  viel
Schwierigkeit  bereitet  hat.  Trendelenburg  versteht  es,  wie  ich
meine,  nicht  richtig,  wenn  er,  ohne  zu  einer  Umstellung  zu
rathen,  doch  diesen  Satz  in  enge  Beziehung  gesetzt  wissen  will
zu  dem  später  folgenden  t'o  3s  Sv  -otovv  touto  6  vovc  Sxaorov.  Torstrik
hat  zwei  Erklärungen  von  otatpsctc  proponirt,  von  welchen  ich
die  eine,  welche  er  die  doctior  nennt,  wofern  ich  sie  recht  verstehe, ­
  mit  dem  Platz,  an  dem  dieser  Satz  steht,  nicht  wohl  zu
reimen  weiss,  während  die  andere,  die  ihm  selbst  die  simplicior
  ist,  dem  Aristotelischen  Sprachgebrauch  und  dem  hiesigen
Zusammenhang  nicht  entgegen  zu  sein  scheint.  Torstrik  schreibt
darüber:  Exemplorum  propositortm  alterum  hoc  erat:  t'o  Xeux.'ov
oi)  Xsuy.öv.  Est  autern  exemphm  non  solum  copulationis  sed  falsae
  copulationis.  Ponamus,  ut  meram  habeamus  copulationem
sive  veram  sive  falsam,  t68e  ou  Xsuy.6v.  Estne  ea  aövOeati;?  imo
tollitur  notio  albedinis,  vel  ut  aristotelio  more  loquar,  non  est  xaxa
Tivoq,  sed  oltö  Tivoq.  Quodsi.  nihil  nisi  formam  spectas,  o-uvGsai;
potest  vocari,  sin  ipsam  rem,  contrarium  potius  erit.  Quod  vero
ty]  cuvGsoet  contrarium  est,  id  ipse  appellät  Stafpsuiv:  de  interpr.
1.  16  a  9.  Potest  igitur  Ar.  hoc  dicere:  ea  vjvOscj'.c  quae  est  negati
  praedicati  cum  suhiecto  potest  eodem  jure  Stat'pecrts  vocari.
Vgl.  Bonitz  z.  Metaph.  1027  b  19  S.  293.  Die  Beispiele  also,
mit  denen  Aristoteles  die  falsche  Synthesis  erläutert,  oder  vielmehr ­
  das  eine  derselben  war  hiernach  der  Anlass,  an  dieser
Stelle  neben  der  aGvGscrti;  auch  der  3ia(ps<rts  Erwähnung  zu  thun,
die  sich  nach  sonstigem  Gebrauch  zu  jener  wie  die  amtpaau;
zur  y.ixTacfamg  verhält.  Aber  welchen  Sinn  hat  uavxa,  welches
Torstrik  für  verderbt  hält,  indem  er  lebhaft  fragt:  Quid  enirn  ?
omnia  sunt  Staipsoi??  b  av0pwr:6<;  eoti  Stafpsoic?  ToXsuzovStaipeutq?  r;  ouv-Oso'.q
  C'.aipsT'.c  et  sic  in  infinitum?  Allein  diese  Polemik  dünkt  mich
ein  Unrecht  zu  sein:  denn  nach  welchem  Gesetz  der  Hermeneutik
wäre  es  gestattet,  ein  griechisches  racvxa  oder  ein  deutsches
( alles’  in  absolutem  Sinne,  nicht  in  der  durch  den  Zusammenhang, ­
  durch  die  Absicht  des  Redenden  oder  Schreibenden
gebotenen  Einschränkung  zu  nehmen?  Auch  kann  ich  nicht
            
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