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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 71. Band, (Jahrgang 1872)

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Valilen.

dieser  Redaetion  nicht  mehr  zurück,  sondern  begnügt  sich  mit
der  Erläuterung  der  aivösai?  als  solcher,  in  dieser  aber  begegnen
wir  in  den  Worten  Äv  Bl  Ysvopivwv  •))  loop.svwv,  x'ov  /pivov  ixpccevvowv
  auch  derjenigen  Art  der  cüvösxic,  die  uns  für  die  Bemerkung ­
  der  anderen  Redaction  t'o  l/suBo;  r (  aXrfikt;  ob  jj<$yov  ov.  Xeiwoc
KXswv  ecxiv,  d/.Xd  y.ai  oxi  vjv  i)  l'axat  die  dort  vermisste  aber  wtinschenswerthe
  Aufklärung  darbietet.  Und  endlich  was  ist  geminum
in  beiden  Fassungen,  wodurch  sie  als  zwei  verschiedenen  Redactionen ­
  angehörig  erwiesen  würden:  die  letztere  bietet  nur
eine  Erläuterung  der  cuvOeai?  voY)gdxwv,  die  erstere  eine  Begründung ­
  des  Satzes  xo  i^euSoq  ev  auvöeuei  aet,  zwei  Dinge,  die  sich
keineswegs  decken,  sich  aber  gegenseitig  fordern  und  ergänzen.
Hiernach  glaube  ich  sagen  zu  dürfen,  dass  die  beiden
Formationen,  die  das  Ergebniss  dieser  Sonderung  sind,  an  sich
nicht  befriedigen  und  dass  der  Anlass,  der  zu  cler  Zweitheilung ­
  geführt  hat,  kein  zwingender  ist.
Wenden  wir  uns  nun  zurück  zu  der  überlieferten  Abfolge
der  Gedanken  und  Sätze.  Aristoteles  geht  davon  aus,  dass  im
Denken  des  Einfachen  der  Irrthum  nicht  sei,  dass  aber  wo
sowohl  Irrthum  als  Wahrheit  sei,  bereits  eine  Zusammensetzung
von  Begriffen  stattfinde  und  erläutert  zunächst  diese  Synthesis
an  einem  Beispiele,  welches  ihm  Empedoldes’  Naturanschauung
darbietet,  nach  welcher  erst  die  Glieder  für  sich  vorhanden
gewesen,  dann  eine  Vereinigung  derselben  eingetreten  sei,  so
würden  im  Bereiche  des  Denkens  die  gesonderten  Einzelbegriffe
zusammengesetzt,  wie  Incommensurabilität  und  Diagonale:  f,
[j.ev  ouv  xwv  dBiatpexwv  vinjaic  ev  xoüxoi?  Txspi  ä  oüx,  eaxt  xo  (JisuSo? -  ev
ot?  Be  y.at  x'o  tyeüBoi;  y.ai  xo  dXyjöä;,  ouvOeat?  xtc  y^By)  voyjgdxwv  wauep
ev  cvxwv,  y.aOaTxep  ’Ep.TceoozX^c  e^r;  «  y;  ixoXXwv  p.ev  zipaai  ävau^eveq
eßXäaxv;aav,»  ebxeixa  auvxiSetjÖai  xv)  ^iX(a,  oüxw  y.ai  xauxa  y,e^ojpio|aeva
auvxtOexai,  oiov  xo  douggexpov  y.ai  r,  Biäp.expop.  Der  feste  Zusammenschluss ­
  dieses  Theiles  wird,  nicht  unerheblich  dadurch  gestört,
dass  vor  oüxw  ein  Punctum  gesetzt  wird,  während  ein  Komma
oder  Kolon  besser  am  Platz  ist;  denn  der  Hauptsatz  oüvöeotc
xt;  vorjiidxwv  wird  nach  dem  Vergleichungssatze  y-aßdrosp
-eBoy.Xvk  e<pir)  y.xA.  mit  den  Worten  oüxw  y.ai  xauxa  .  .  xuvxiOexat  in
der  bekannten  Weise  (vgl.  Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik  IV.
S.  416  und  Zeitschrift  für  die  öst.  Gymnasien  1867  S.  723  ff.)
wieder  aufgenommen,  dass  der  in  die  Mitte  gestellte  Verglei-
            
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